GALERIE ZIMMERMANN

Biographie von Volker Kühn

Volker Kühn  /  Art in Boxes

Der Künstler Volker Kühn ist international vor allem für seine Objektkästen bzw. Art in Boxes bekannt. Kühn wurde am 5. April 1948 in Neuenkirchen bei Bremen geboren. Er wuchs in der nahe gelegenen Gemeinde Lilienthal auf. Nach seiner Schulzeit entschloss er sich für eine Lehre zum Tischler, die er von 1965 bis 1968 im Künstlerdorf Worpswede absolvierte. Im Jahr seines Abschlusses begann er ein Studium an der Bremer Hochschule für Gestaltung. Er schrieb sich für den Fachbereich Bildhauerei und Plastiken ein und studierte unter anderem bei dem Maler und Glasbildner Johannes Schreiter, der für seine Brandcollagen bekannt ist. Im Jahr 1971 beendete Volker Kühn schließlich sein Kunststudium und eröffnete im folgenden Jahr seine erste eigene Galerie sowie ein Atelier in Lilienthal. Er stellte 1973 seine kinetischen Lichtobjekte im Kunstverein Unna und im Leopold-Hoesch-Museum in Düren aus. Ein Jahr später erhielt Kühn mit dem Förderpreis des Bremer Senats eine erste Würdigung seines künstlerischen Schaffens.


Galt sein Interesse bis dato vor allem der Plastik, so wandte sich Kühn ab 1975 verstärkt der Druckgrafik und der Zeichnung zu. Im Jahr 1976 gewann er den 1. Preis in dem Wettbewerb „Kunst im öffentlichen Raum" an der Bremer Hochschule für Nautik. Bald darauf schuf Volker Kühn seine ersten Minitatur-Radierungen. Diese Radierungen machten ihn in der Folge auch überregional bekannt. In den nächsten Jahren folgten eine Reihe von Ausstellungen, beginnend mit einer Einzelausstellung im Mönchehaus, dem Museum für moderne Kunst in Goslar. 1982 beteiligte er sich an mehreren Kunstmessen im Ausland, darunter die „Art Expo" in New York, die „Art" in Basel sowie die „Line Art" in Gent. Drei Jahre später wirkte er an der Gestaltung der Wertheim-Fassade am Berliner Kurfürstendamm mit. 1986 tourte Kühn mit seiner Ausstellung durch Japan. In der nächsten Zeit waren „Kühns Miniatur-Welten“ in vielen internationalen Ausstellungen auf der ganzen Welt zu sehen.


In dieser Zeit begann sich Volker Kühn zunehmend für die Objektkunst zu interessieren. „Man muss nur machen" lautet dabei sein Motto. Seitdem entstand eine große Anzahl dreidimensionaler Kunstwerke, die sogenannte Art in Boxes. Dabei handelt es sich laut Kühn um Momentaufnahmen auf kleinen Bühnen, die durchaus mit einem Augenzwinkern zu verstehen seien und den Betrachter zum Schmunzeln bringen sollen. In seinen kleinen Objektkästen stellt er Szenen aus dem Alltag mit einer Bildsprache dar, die überall auf der Welt von jedem verstanden wird. Kühn wurde durch diese Art Kunst international bekannt. Seine Kunstwerke werden in vielen namhaften Galerien ausgestellt. Im Jahr 1994 erschien sein Buch „Die Objekte", später folgen „Collection Band 1-3", ein Kalender sowie ein erstes Taschenbuch. Im April 2005 erregte Kühns Ausstellung „Elefantastic“ im Zoo Zürich Aufsehen, in der er seine private Sammlung von Elefantenobjekten der Öffentlichkeit präsentierte, die eine der größten ihrer Art auf der Welt ist. Diese Sammlung war zwei Jahre später ebenfalls in der Stadthalle Bremen zu sehen. Es folgten weitere Ausstellungen in Gießen und Lilienthal sowie die Auszeichnung mit der Ehrennadel der Gemeinde Lilienthal. Seit 2010 beschäftigt sich Kühn mit gerissenen Objekten aus Büttenpapier, den Blätterbildern.


Fakten über Udo Lindenberg

Udo Lindenberg

Der deutsche Musiker Udo Lindenberg ist nicht nur Sänger, sondern auch Schriftsteller und Kunstmaler (Likörelle). Er wurde am 17. Mai 1946 in Gronau, Deutschland, geboren und gründete im Jahr 1969 seine erste Band. Free Orbit wurde die Band genannt, welche im Jahr 1970 die erste LP auf den Markt brachte. Lindenberg nahm bei dieser LP nur teilweise den Gesang ein und spielte vermehrt am Schlagzeug.


Die Karriere des charismatischen deutschen Rocksängers


Auch wenn die ersten Alben floppten, so gab Lindenberg nicht auf. Mit "Andrea Doria" gelang Lindenberg 1973 der kommerzielle Durchbruch. Aber Lindenberg war nicht nur als Musiker damals aktiv, sondern auch als Schriftsteller. Aus diesem Grund präsentierte er 1975 "Albert Alptraum bis Votan Wahnwitz". Ausschlaggebend für seine Karriere war das Jahr 1976. Er präsentierte LPs unter einem Pseudonym und versuchte auch Lieder in englischer Sprache zu singen. Im Jahr 1978 begann Lindenberg auf große Tour zu gehen. 1983 trat Lindenberg in Ost Berlin, im Palast der Republik, auf. Der damalige Auftritt sorgte für Unruhe im ehemaligen Osten und wurde vom Geheimdienst der DDR sowie auch vom Ministerium für Staatssicherheit bewacht. Aber auch gesundheitliche Probleme waren ein Zeichen, dass Lindenberg oftmals über die Stränge schlug. Gesundheitliche Probleme hatte der Mann mit dem Hut schon Ende der 1980er Jahre. Damals erlitt er einen Herzinfarkt, von dem er sich jedoch zu 100 Prozent wieder erholen konnte. Zu Beginn der 1990er Jahre ging Lindenberg mit seinem Panikorchester das erste Mal im Osten auf Tour. Der damalige Auftritt in Leipzig wurde aufgenommen. Lindenberg war zu dieser Zeit bereits ein national erfolgreicher Musiker, der auch immer wieder als Künstler mit Likörelle und Aquarellen aufgefallen war. Kurz vor dem 60. Geburtstag wurde die Autobiografie von Lindenberg auf den Markt gebracht. Das Hörbuch wurde von Ben Becker gesprochen. Heute ist Lindenberg noch musikalisch aktiv, versucht aber auch als Maler immer wieder für Aufsehen zu sorgen.


Lindenberg privat


Udo Lindenberg hatte einige kommerzielle Erfolge. Wer nun denkt, dass Lindenberg zurückhaltend sei, irrt. Er gab immer an, dass er ein politisch aktiver Mensch sei und bekannte sich immer wieder zur Sozialdemokratie. Aus diesem Grund trat er auch einmal auf der Geburtstagsfeier vom ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder auf. Ebenfalls präsentierte er für Live Aid einen Benefiz Song und beteiligt sich immer wieder an Projekten gegen rechtsextreme Gewalt. Mit der Lindenberg Stiftung, welche im Jahr 2006 gegründet wurde, begann er sich auch an humanitären Projekten zu beteiligen. Lindenberg wohnt in Hamburger Hotel "Atlantic Kempnski". Mit seiner Freundin Tine Acke ist Lindenberg bereits seit Ende der 1990er Jahre zusammen. Tine Acke ist Fotografin.


Auszeichnungen und Preise


Udo Lindenberg erhielt (auszugsweise) folgende Preise und Auszeichnungen:

·         Bundesverdienstkreuz auf Grund der Ost-West Bemühungen - 1989

·         Echo für das Lebenswerk - 1992

·         Frankfurter Musikpreis - 2004

·         1 Live Krone für das Lebenswerk - 2006

·         Echo für den besten Künstler - 2009

·         Bambi für das Lebenswerk - 2010

·         Echo für den besten Künstler national - 2012


Jim Avignon bei Zimmermann & Heitmann

Bographie von Jim Avignon

Jim Avignon ist ein deutscher Pop-Art-Künstler und Vertreter der Art modeste. Geboren wurde er am 28. Februar 1968. Fern ab von Kunsthochschulen, Museen und Galerien begann der Autodidakt seine Karriere als Maler für Dekorationen bei Technoveranstaltungen. Er ist eine der ungewöhnlichsten Figuren der zeitgenössischen Kunstszene. Schnelligkeit ist nicht nur sein zentrales Motiv, er ist auch der schnellste Maler der Welt, wie er von sich selbst behauptet. Außer als Maler betätigt er sich auch noch als Musiker, Illustrator und Konzeptkünstler. Er lebt in Berlin, war zwischendurch ein paar Jahre in New York, und ist ständig unterwegs, um auf der ganzen Welt Projekte durchzuziehen.


Jim Avignon und der etablierte Kunstbetrieb


Ungestraft setzt er sich über sämtliche Regeln hinweg, die hier üblich sind. Es ist beispielsweise schon passiert, dass bei einer Ausstellungseröffnung von ihm noch kein einziges Bild da war, weil der Künstler es vorzog, die Bilder während der Vernissage zu malen. Kein Problem, denn bei Avignons Geschwindigkeit sind sie in kurzer Zeit fertig. Ganz zu schweigen von dem Erlebnis der Besucher, dem Künstler bei der Arbeit zusehen zu können. Ein Stück der Berliner Mauer an der so genannten East Side Gallery, das er 1991 bemalt hatte und das unter Denkmalschutz stand, übermalte er 2013 wieder, was heftigen Widerspruch auslöste. Er begründete das mit dem Gesetz der Straße, wo kein Bild Bestand hat, weil es jederzeit von einem anderen Künstler übermalt werden kann, und dass er emotional nicht mehr an dieser Malerei hing. Es war entstanden in der ersten Euphorie nach der Wende. Bei der Documenta X in Kassel malte er jeden Tag ein großformatiges Bild, um es am Abend wieder öffentlich zu zerstören. Diese spektakulären Aktionen waren Ausdruck seiner Kritik am Kunstbetrieb, wo die Kunst in Museen oder Sammlungen verschwindet, als Spekulationsobjekt für den Kunsthandel dient und damit für die Masse nicht mehr zugänglich ist. Seine Bilder verkauft Avignon billig oder verschenkt sie sogar. Um seine "cheap art", wie sie inzwischen schon genannt wird, preiswert zu halten, ist er ungeheuer produktiv mit durchschnittlich 4 Bildern am Tag.


Avignons Bilder


Bunt und scheinbar lustig kommen sie daher, die Bilder. Aber wer genau hinsieht, der entdeckt die kritischen Elemente, dahinter stecken. In unserem Kommunikationszeitalter mangelt es an wirklicher Kommunikation und es sind die alltäglichen Katastrophen, die Avignon gerne in seinen Bildern einfängt. Er ist, wie jeder Künstler, ein guter Beobachter. Auf seinen vielen Reisen, aber auch einfach beim U-Bahnfahren, fliegen ihm die Ideen zu, die er dann in seinem Skizzenbuch festhält. Das Bild ist in dem Moment fertig, in dem die Idee dazu ausgereift ist. Das Malen ist nur noch die Umsetzung dieser Idee.
 


David Gerstein - 3d Kunst aus Israel

Biographie von David Gerstein

Leben


David Gerstein ist ein israelischer Künstler und wurde 1944 in Jerusalem geboren. Schon in frühen Kindheitsjahren besaß er ein großes Interesse an Kunst, welches er durch ein Studium der Kunst vertiefen wollte. Er studierte unteranderem zwischen 1965 und 1970 an den Universitäten in Frankreich, Israel, den USA und England. Später promovierte er an der St. Martins School of Art in London. Seine besondere Vorliebe galt damals schon dem Material Metall, welches er in vielen seiner Skulpturen auch verwendete und als Kernelement einbaute. Von 1971 bis 1987 ist er Kunstdozent an der „Bezalel Hochschule für bildende Künste“ in Jerusalem gewesen. Anschließend, nach einer kleinen Pause, ging er 1991 nach Paris und arbeitete dort an der Cite Internationale des Arts.
 


Werke
Im Laufe seines Lebens hat David Gerstein eine Reihe an Werken erschaffen, die auf der ganzen Welt ausgestellt werden. Noch heute arbeitet er für Museen, Galerien und Kunstausstellungen. Neben seinen bekannten Wandskulpturen aus Metall, hat er auch eine große Auswahl an kleineren Objekten, Gemälden, Grafiken und riesige Skulpturen und Objekten kreiert, die vor allem an größeren Schauplätzen zu bewundern sind. Es befindet sich zum Beispiel im Park Weil in Jerusalem ein großer Spielplatz für Kinder, auf dem einige seiner Werke stehen. Er hat dem Spielplatz selbst mitgestaltet und so eine kleine bunte Welt für Kinder erschaffen. Generell zeichnen sich seine Werke durch eine vielseitige Farbigkeit aus, die sich von anderen Künstlern stark abhebt. Er ist ebenfalls dafür bekannt, die Grenzen zwischen zweidimensionaler Kunst und dreidimensionalen Skulpturen stark verschwimmen zu lassen, sodass besondere Effekte erzielt werden können. Themen, wie zum Beispiel Urbanität oder die Natur finden sich in seinen Werken wieder, die teilweise auch biographisch und von seiner Heimatstadt Jerusalem beeinflusst werden. Er ließ sich zu Beginn der 1970er auch nicht entmutigen, als in seinem Heimatland ein starker Minimalismus vorherrschte, der stark von seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen abwich. Obwohl er einen ganz anderen Kurs in der Kunst fuhr, wurden seine Werke schon zu damaliger Zeit ein großer Erfolg. Nicht nur in großen Galerien in London, Paris oder Amsterdam befinden sich seine künstlerischen Werke, sondern auch in deutschen Städten gibt es eine Reihe an kunstvollen Momenten von Gerstein, wie zum Beispiel das Werk "No Favorite Color" aus dem Jahre 2002.


Armin Mueller-Stahl

Biographie von Armin Mueller-Stahl

Armin Mueller-Stahl wird als Drittes von fünf Kindern am 17. Dezember 1930 in dem Ort Tilsit im ehemaligen Ostpreußen geboren. Seinen Vater verlor er am Ende des Zweiten Weltkrieges. Seine Familie zog nach Ostberlin. Das Ziel Armin Mueller-Stahls war es, professioneller Musiker zu werden. Folgt man seinem Lebenslauf, möchte man nicht glauben, dass Müller-Stahl in seinen Anfängen fehlende Begabung nachgesagt wurde. Es waren wohl die verborgenen und noch nicht zu erkennenden Talente, welche durch das künstlerisch-musische Elternhaus geprägt wurden.


Im Jahr 1949 legte er, nach seinem Studium der Violinen-und Musikwissenschaften, sein Examen als Musiklehrer ab. Neben seiner musikalischen Tätigkeit wuchs sein Interesse an der Schauspielerei. Es gelang ihm trotz der Auffassung, dass es ihm an Begabung fehlt, im Jahre 1952 ein erstes Engagement am Berliner Theater am Schiffbauerdamm zu erhalten. Sein erstes Debüt gab er mit „Der arme Konrad“. Mueller-Stahl blieb 25 Jahre Mitglied dieses Ensembles. 1955 ist der Beginn seiner Karriere als Film-und Fernsehschauspieler unter der damaligen Filmproduktion der DDR, der DEFA. Schon nach einer relativ kurzen Theaterkarriere gelang es ihm, zu einem der bekanntesten und überaus beliebten Schauspieler der DDR zu werden. Neben seinem Freund und Kollegen Manfred Krug wirkte er in den Filmen, „Fünf Patronenhülsen“ und „Kit & Co.“ mit.
Zum Publikumserfolg wurde die Serie „Das unsichtbare Visier“, eine Anlehnung an den westlichen „James Bond“. 1975 erhält er die Auszeichnung als Künstler des Jahres in der DDR.


Hier beginnt eine Wende im Leben Armin Mueller-Stahls. Es ist 1976 und bis dato ist Mueller-Stahl einer der populärsten und bestbezahlten Schauspieler der DDR. Das soll sich aber ändern, nachdem er die Politisierung und den Missbrauch der Serie „Das unsichtbare Visier“ kritisierte. Gleichzeitig wird Wolfgang Biermann, ein Liedermacher, ausgebürgert. Auch das wird von Mueller-Stahl nicht gut geheißen und er eröffnet eine Resolution mit anderen Künstlern, um Biermann zu rehabilitieren. Die Konsequenz, Mueller-Stahl wird Berufsverbot erteilt und ist nun arbeitslos. Rollen werden ihm nicht mehr angeboten. Zwangsläufig zurückgezogen widmet er sich dem Schreiben. Er selbst sagt darüber: „Das Schreiben gelang mir besser, als das Leben.“ „Ich habe geschrieben als Therapie“. 1980 beantragt er die Ausreise und es wird dieser stattgegeben. Mueller-Stahl ist ein unbequemer Bürger, aber auch zu populär, um ihn einfach von der Bildfläche verschwinden zu lassen.


Nach seiner Ausreise 1980 in die Bundesrepublik Deutschland wird er als Mensch und Schauspieler offen empfangen. Seine Talente und Fähigkeiten sind bekannt und so erhält er in kürzester Zeit seine ersten Rollen in dem „anderen Deutschland“. 1981 sieht man ihn unter anderem in, „Der Westen leuchtet“ oder „Bittere Ernte“. 1983 sein Durchbruch in Hollywood. Entdeckt durch den Regisseur Costa-Gavras, überzeugt Mueller-Stahl in dem Familiendrama, „Musik-Box-Die ganze Wahrheit“. 1985 wird er als bester männlicher Darsteller beim Filmfestival in Montreal ausgezeichnet. Neben seiner Karriere in Hollywood arbeitet er mit Regisseuren, wie Werner Fassbinder, Bernhard Wicki oder Volker Schlöndorff.


1991 erhält Armin Mueller-Stahl eine Prachtrolle nach der nächsten:
„Bransteins Kinder“
„Der Kinoerzähler“
„Kafka“
„Das Geisterhaus“
„Shine“
1997 dreht er seinen eigenen Film „Gespräch mit dem Biest“. Die Ehrendoktorwürde des „Spertus Institute for Jerwish Studies“ wird ihm 1998 in Chicago verliehen.
Seit 1973 lebt er mit seiner zweiten Frau Gabriele, einer Ärztin in Sierksdorf an der Lübecker Bucht, aber vorwiegend in Los Angeles. Sie haben einen gemeinsamen Sohn, Christian, geb. 1976.
Armin Mueller-Stahl ist einer der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Filmgeschichte. Aber auch als Sänger und Maler darf er Erfolge verzeichnen. Am 17. Dezember 2018 feierte er seinen 88. Geburtstag.


"König von Scheissegalien"

Neu bei Galerie Zimmermann & Heitmann:

Udo Lindenberg "König von Scheißegalien" (Siebdruck auf Papier)

UDO LINDENBERG "König von Scheissegalien"

Udo Lindenberg "König von Scheißegalien"

Die Kunstwerke von Udo Lindenberg

Der durch seine Musik bekannt gewordene Udo Lindenberg, visualisiert seit vielen Jahren, sein Leben, durch Bilder, gemalt aus verschiedenen Materialien. Seine Malerkarriere begann mit dem Zeichnen von sogenannten „Udogrammen“, also comicartigen Zeichnungen von Männern und Frauen mit überdimensionalen Hüten. Später, ab circa 1995 entstanden die besonderen Likörelle. Diese, durch eine Weinbrennerei extra hergestellten Farben aus, mittlerweile patentierten Likören behaupten sich durch ihre Farbintensität und die besondere Haltbarkeit des gemalten.


Inhaltlich bestehen die Likörelle vor allem aus Udo Lindenbergs Selbstdarstellung und werden durch die typischen „Markenzeichen“ des Ausnahmekünstlers zum Ausdruck gebracht. Dazu zählen der überdimensionale Hut, die Sonnenbrille und das Schaumweinglas in der Hand. Die Zeichnungen werden größtenteils zweidimensional gestaltet und sind im Vergleich zu anderen Bildern jedoch eher Farbarm. Die Likörelle haben sich so weit etabliert, dass der zum Malen verwendete Likör zum Konsumieren verkauft wird.


Da Lindenberg sich aber farbigere Bilder wünschte, widmete er sich in den folgenden Jahren der Acrylmalerei. So zeichnet er vor allem mit sehr kräftigen und kontrastreichen Farben wie z.B. Orange, Blau, Gelb oder Grün. Besonders hervorzuheben sind die, in den Bildern integrierten Sprüche des Künstlers. Hier werden Zitate aus dem Leben von Udo Lindenberg verwendet, wie beispielsweise Sätze aus seinen Liedern oder Titeln seiner Tourneen.


Die Themen seiner international renommierten Kunstwerke drehen sich um ein ganz breites Spektrum an Elementen. Von Rock and Roll, über seinen Lebensalltag, bis hin zu gesellschaftlichen und politischen Themen ist in seinen Kunstwerken alles vertreten.
 


Mel Ramos - Pop-Art

# Erfahren Sie Wissenswertes über den Pop-Art-Künstler Mel Ramos

Mel Ramos wurde am 24.07.1935 im kalifornischen Sacramento als Melvin John Ramos geboren. Er verstarb am 14.10.2018 in Oakland, Kalifornien. Er war ein US-amerikanischer Künstler und gilt als wichtigster Vertreter der sogenannten Pop-Art. Mel Ramos ist Sohn von Einwanderern aus Portugal. Er studierte Kunst am Sacramento Junior College sowie am Sacramento State College. Zu Lebzeiten hielt er sich in Oakland sowie im spanischen Horta de San Juan auf. Als begeisterter Fan von Wayne Thiebaud stand Ramos der sogenannten Bay Area Figurative School nahe, welche sich ab den 50er-Jahren vom damals in Nordamerika vorherrschenden Abstrakten Expressionismus absetzte. Im Jahr 1961 begann Ramos, Comicfiguren wie bspw. Superman, Batman oder The Spectre zu malen. Mel Ramos ist auch bekannt für weibliche Akte, welche er in Kombination mit Marken-Artikeln malte. Durch die zugespitzte Verflechtung von Damen mit bekannten Produkten warf Ramos die Frage nach der Rolle der Weiblichkeit im Materialismus der modernen Kultur auf. Wie bereits erwähnt wurde Ramos grafischer Stil enorm von der bildlichen Sprache der Comichefte beeinflusst, deren Bilder und Figuren er während seiner Jugend abmalte. Seine Akte erinnern darüber hinaus an den Stil von Pinup-Fotos. Die Arbeiten des Grafikers und Malers sind u.a. Teil der Ausstellungen des New Yorker Whitney Museum of American Art, des Museum of Modern Art in San Francisco und des in Los Angeles ansässigen Museum of Contemporary Art. Zwischen 1966 und 1997 lehrte Ramos an der California State University in Haywardcals als Professor für Malerei.
 

Mel Ramos Donut Dolls

Mel Ramos "Donut Dolls"


# Was versteht man unter Pop-Art? 
Pop-Art ist eine bestimmte Kunstrichtung, besonders in der Skulptur und Malerei, welche Mitte der 50er-Jahre unabhängig voneinander in den USA und in England entstand, und in den 60er-Jahren zu einer maßgeblichen künstlerischen Ausdrucksform Europas und Nord-Amerikas wurde. Die Motive sind oft der alltäglichen Kultur, der Konsumwelt, den Massen-Medien und der Werbeindustrie entnommen, wobei die Darstellung in foto-realistischer und zumeist in überdimensionierter Aufnahme erfolgt. Die Bezeichnung Pop Art wird dem britischen Kunstkritiker Lawrence Alloway zugeschrieben und oft als Reaktion auf die entschieden intellektuelle und abstrakte Kunst bezeichnet und wendet sich dem Trivialen zu. Der Pop Art-Künstler fordert die totale Realität, was bedeutet, dass alle Elemente eindeutig definierbare Gegenstandselemente sein müssen. Die Formen werden bei zahlreichen Künstlern ähnlich wie in Comicheften mit Linien umrandet - sogenannten Outlines. Häufig sind die abgebildeten Gegenstände wie in einem tiefenlosen Plakat, also flächig dargestellt. Die Farben sind klar, es werden zumeist nur die unbunten und Primär-Farben verwendet. In puncto Pop Art macht man zwei verschiedene Grundhaltungen aus: Einerseits eine Begeisterung für den nach dem 2.Weltkrieg wiedererlangten Wohlstand und die daraus resultierende Konsum-Gesellschaft. Andererseits eine spätere kritische Haltung. Diese ist auf Ereignisse wie zum Beispiel den Vietnam-Krieg, den Mord an Präsident Kennedy, Rassen-Unruhen und den steigenden Drogen-Konsum in den Vereinigten Staaten in den 60er-Jahren zurückzuführen, da sie das Trauma dieser angeblich perfekten Wohlstandsgesellschaft aufzeigten. 


# Fazit 
Mel Ramos war ein bedeutender Vertreter der Pop Art. Das zentrale Thema seiner Werke waren weibliche Superheldinnen wie Wonder Woman. Er malte Darstellungen von Pinup-Girls und fertigte Zeichnungen an, die bestimmte Produkte über die Darstellung aufreizender femininer Sexualität verkaufen sollten.

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Mel Ramos - ein amerikanischer Künstler

Mel Ramos zählt zu den bedeutenden Künstlern der Kunstrichtung Pop Art. Also Sohn von portugiesischen Einwanderern kam Mel Ramos im Juli 1935 in Sacramento zur Welt. Sein Kunststudium absolvierte Ramos an den beiden folgenden Instituten: Sacramento Junior College und am Sacramento State College. 


Ramos verbrachte sein Leben in Oakland und Spanien. 


Wayne Thiebaud nahm Ramos unter seine Fittiche und so kam es dazu das Ramos sich der Bay Area Figurative School annährte, diese Schule begann in den 50er Jahren sich langsam vom Abstrakten Expressionismus abzuwenden. 1961 fing Ramos mit dem malen und zeichnen von den uns heute bekannten Comic-Figuren an, unter anderem The Spectre, Superman oder Batman. 


Mel Rmaos "Peek a Boo Portfolio"

Mel Ramos "Peek a Boo Portfolio 2015"


Im Jahr 1963 fixierte Ramos sich dann immer mehr auf das Hauptthema seines Schaffensprozesses, über Wonder Woman führte ihn sein Weg zu Zeichnungen von Pinup Girls und Arragements für die damals übliche Werbung. Seine Zeichnungen waren häufig sehr aufreizend und mit viel weiblicher Sexualität versehen. Genau durch diese Kunstrichtung entstanden viele vulgäre Bilder mit Frauen zum einen die damalige Werbung parodierten und die Kauflust der Männer mit sexuellen Reizen fördern sollte. Genau diese Commercial Pinup Girls wurden für einige Jahrzehnte Ramos Markenzeichen und machten ihn berühmt. 


Seine Inspiration erhielt Ramos beispielsweise von Künstlern wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein. 


Ramos geriet natürlich wegen seiner recht vulgären Kunstwerke schnell in die Kritik, in der 1960er Jahren nahmen sich sowohl die Konservativen und später auch viele Frauen aufs Korn. 


1966 konnte Ramos seine erste Einzelausstellung in Kassel auf deine Beine stellen. Ein Jahr später wurden auf einer Einzelausstellung ein Großteil der Kunstwerke durch die Polizei abgedeckt, Ramos präsentierte dort Bilder seiner Reihe Animal Paintings, die Motive waren für diese Zeit deutlich zu sexistisch, Frauen in Sexposen mit Tieren gingen vielen einfach zu weit. 


1972 begann Ramos mit der Veröffentlichung seiner Werke der Reihe „Unfinished Paintings“ - Diese Kunstwerke waren eine Persiflage klassischer Aktbild Meisterwerke, die schlichte Erotik der Bilder von Manet, Ingres und Modgliani wurden durch sexy Pinups ersetzt und persifliert. 


Ramos lehrte an der California State University in Hayward in der Zeit von 1966 bis 1997 die Malerei. 


Im Oktober 2018 verstarb Ramos in Oakland an Herzversagen, er wurde 83 Jahre alt. Ramos schaffte über 5 Jahrzehnte unzählige Kunstwerke und wird durch seine gewagten Zeichnungen als einer der wichtigsten Begründer der Pop Art genannt. Einige seiner Kunstwerke: Miss Navel Orange, Miss Lemon Drop, The Phantom und Miss Grapefruit Festival. Ein Teil von Ramos Kunstwerken ist im San Franciso Museum of Modern Art ausgestellt.