GALERIE ZIMMERMANN

Biografie von Otto Waalkes

Biographie von Otto Waalkes

Am 22. Juli 1948 in Emden in Ostfriedland geboren und aufgewachsen, kristallisierte sich beim allseits bekannten und beliebten Komiker Otto Waalkes schon früh seine Liebe zur Kunst heraus. Nach dem Abitur plante er, Bildende Kunst zu studieren. Da ihm dies aber aufgrund eines Studienplatzmangels nicht ermöglicht wurde, entschied er sich schließlich für Kunstpädagogik. Das Studium nahm Waalkes im Jahre 1970 auf. In dieser Zeit lebte er eine Zeit lang mit Udo Lindenberg und Marius Müller-Westernhagen zusammen, die ebenfalls der künstlerischen Szene angehören. Unter anderem studierte er bei den Hochschullehrern Bazon Brock, Rudolf Hausner, Hans Thiemann und erlernte die Maltechnik bei Rainer Noeres. Hier hatte der spätere Berufskomiker Waalkes erstmals die Möglichkeit, seine künstlerische Begabung unter Beweis zu stellen und zu verfeinern. Bevor er jedoch den Malerberuf ausüben konnte, machte er sich bereits einen Namen mit seiner musikalisch geprägten Stand-up-Comedy und ersten Filmen, so dass die Kunst erst einmal ruhen musste.


Beispiele des Frühwerks von Otto Waalkes sind aber erhalten, so etwa ein „Junges Mädchen mit Schal und Pelzmütze", das seine handwerkliche, malerische Ausbildung gut dokumentiert. Bis heute hat sich sein Stil weiterentwickelt und haben sich von ihm geschaffene Figuren in unser Gedächtnis eingebrannt. Jeder kennt schließlich Ottos berühmten Ottifanten, der anfangs nur als Strichmännchen auf Plattencovern erschien, schließlich als Comiczeichnung für Zeitschriften. Sogar in eine Trickfilmserie hat es das einzigartiger Tierchen geschafft. Otto Waalkes Malstil hat sich bis heute natürlich ständig weiterentwickelt. Dass er es wirklich kann, beweisen Werke wie zum Beispiel "Harpos Theme". Drei Ottifanten spielen hier gemeinsam auf einer Harfe, die so echt wirkt, dass sie nur von einem wahren Könner stammen kann. Hier wird die Hohe Kunst mit der komischen, karikaturistischen Kunst so verwoben, dass es für den Betrachter nur eine Freude sein kann.


Das zeigt auch das Gemälde "Nighthaws", dass dem Original von Edward Hopper täuschend nachempfunden ist. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, wer da statt des Liebespaares am Tresen sitzt: ein Ottifant und Sid, das Faultier aus dem Kinofilm "Ice Age". Bedient werden die beiden vom Künstler höchstpersönlich. Ein vom ostfriesischen Stolz geprägtes Werk ist "Weißer Adler auf weißem Grund". Allein der Titel lädt schon zum Schmunzeln ein. Das Original von Eugène Delacroix "Die Freiheit führt das Volk an" wird hier umgedeutet zu einer Huldigung an den Ostfriesentee. Dabei führt nicht die Freiheit das Volk, sondern ein berühmter Ostfriese, nämlich Otto selbst. Einmalige Ideen gehen diesem Künstler wie man sieht also nie aus. Dass der Künstler auf Tee steht, zeigt auch der oft verwendete Maluntergrund, nämlich das mit Ostfriesentee eingefärbte Papier. In einem Interview drückt der Maler seinen Bezug zur Kunst deutlich aus. Malen sei wie Meditation. Dabei komme er innerlich zur Ruhe. Der Maler kann heute also auf ein beachtliches Gesamtwerk blicken, das natürlich vor allem Humoristisches und Comichaftes aufweist. Wir hoffen also, dass er uns mit immer neuen lustig-tiefsinnigen Kunstwerken beglücken möge.