GALERIE ZIMMERMANN

James Rizzi "Fly me to the Moon"

James Rizzi

Es gibt kaum einen Künstler, dessen Werke schon beim ersten Anblick so viel Lebenslust und Lebensfreude ausstrahlen wie die Bilder des Amerikaners James Rizzi. Der am 5. Oktober 1950 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geborene Rizzi zählt mit seinen detailreichen, farbintensiven Bildern zu den bedeutendsten Vertretern der Pop-Art. Ende der 1970er Jahre tauchten seine heiter-naiven Malereien zum ersten Mal in US-amerikanischen Galerien auf - sie sind seitdem aus der zeitgenössischen Kunstwelt nicht mehr wegzudenken.


Der Ausnahmekünstler hat sich dabei immer das menschliche Zusammenleben zum Thema gemacht. Als Quelle der Inspiration diente ihm seine Heimatstadt New York – den „Big Apple“, der für ihn den Mikrokosmos eines wunderbar funktionierenden Miteinanders der Kulturen darstellte. Die pulsierende, nie schlafende Stadt mit ihren Explosionen an Farben und Formen, in der er fast sein ganzes Leben verbrachte, prägte den unverwechselbaren Stil seiner Kunstwerke.

JAMES RIZZI "Fly Me To The Moon"

James Rizzi "Fly me to the Moon"


Die von ihm entwickelte 3D-Grafik verleiht seinen launigen Bildern der Pop-Art zusätzliche Tiefe und eine fast greifbare Stimmung. So, wie er der Auffassung war, dass das Leben mit allen seinen Facetten entdeckt werden will, spiegeln auch seine Werke mit ihren teils winzigsten Details diese Liebe zum Leben und zu den Menschen wider. Besonders viel zu entdecken gibt es auf dem Bild „Fly Me To The Moon“, das die Atmosphäre eines Jahrmarkts zum Thema hat. Sofort fühlt man sich mitten in das Geschehen hineinversetzt und meint, das Lachen und Kreischen der Volksfest-Besucher hören zu können. Ein Bild wie die Fahrt in einem Kettenkarussell … man scheint das Glücksgefühl zu spüren, das einen als Kind überkam, wenn man scheinbar schwerelos durch die Lüfte schwebte.

Im Vordergrund wird das Kunstwerk von einem Riesenrad dominiert, das auf allen Jahrmärkten meist schon aus der Ferne zu sehen ist und den Besuchern den Weg weist. Wer kennt es nicht, das erhabene Gefühl, wenn man in einem Riesenrad sitzt und auf die Welt hinunterblickt, die einem zu Füßen liegt … So wie alle Werke James Rizzi´s verbreitet auch dieses unmittelbar gute Laune und weckt eine ganze Reihe positiver Emotionen, mit seinen Fahrgeschäften, Schießbuden, Imbiß-Ständen und den knallbunten Werbeschildern. Vor allem aber geht es um die Menschen, ihr Erleben und ihre Empfindungen. Der Künstler sah sich selbst als eine Art „Botschafter des Lebens“. Er war einer, der das Kind in sich bewahrt hatte, das spielen will, und erklärte einmal, schon morgens freudig aufzuwachen - gespannt, was der Tag ihm bringen möge.

JAMES RIZZI "The Fantastic Formula For Fun"

James Rizzi "The fantstic Formula for Fun"


Auch das Bild „The Fantastic Formula Fun“ ist die Impression eines Besuchs auf dem Volksfest. Sein ungewöhnliches Grundformat von etwa 12 Zentimetern Höhe und 90 Zentimetern Breite zeichnet ein ganz besonderes, weitläufiges Panorama einer Jahrmarkt-Szenerie - ein Fest der Farben und der Sinne. Kaum, dass sich das Auge satt sehen kann an all den schwungvollen Formen und großen bis verschwindend kleinen Details, die sich in verschiedenen, dreidimensionalen Schichten überlagern. Es ist genau der Eindruck, den man beim erstmaligen Betreten einer Kirmes erhält, oder den man bekommt, wenn man das laute, bunte Treiben von einem Aussichtspunkt aus einiger Entfernung betrachtet. „Das Leben ist schön“ - dieses Motto hatte sich der Meister auf die Fahnen geschrieben und im Grunde könnte man damit jedes einzelne seiner Kunstwerke untertiteln.

Das Leben ist lebenswert und will erfahren werden. Selbst die kleinsten, unscheinbarsten Dinge können von großer Bedeutung sein und machen letztlich aus einem ganz normalen Tag einen Tag, der uns für immer in Erinnerung bleibt. Es kostet ein wenig Mühe, all die Details eines Rizzi-Bildes zu erkennen, aber es lohnt sich - wie im echten Leben. Eine Erkenntnis, die uns der große Künstler mit auf den Weg gibt.


James Rizzi starb am 26. Dezember 2011 in New York.


Jeder gegen Jeden

Materie in Bewegung: Ottmar Hörl

Ottmar Hörl, Jahrgang 1950, hat ein reiches Oeuvre vorzuweisen. Besonderes seine Installationen, Objekte und Skulpturen ziehen immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich. Auch so manche Kontroverse haben sie schon ausgelöst.


Der gebürtige Nauheimer und emeritierte Professor an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg wurde in seinem Genre vor allem für seine eigene Definition der "Skulptur als Organisationsprinzip" bekannt. Begonnen hat er allerdings nicht als bildender Künstler, sondern als Student im Maschinenbau. Seine derzeitige Wohn- und Wirkungsstätte ist Nürnberg und Wertheim. In seiner Zeit als Student an der Frankfurter Städelschule und später als Schüler von Klaus Rinke an der Hochschule für Bildende Künste Düsseldorf erhielt er seine spezifischen Prägungen. Seine Werke beschäftigen sich im weitesten Sinne mit einer Ästhetik der Alltagskultur. Ihn einer einzigen, bestimmten Stilrichtung der Kunstwelt zuzuordnen fällt schwer.


Seine vielfältigen Werke sind in unzähligen großen und kleinen Sammlungen im In- wie auch im Ausland anzutreffen. Darunter finden sich prominente Sammlungen von großem Wirkungsgrad, wie die des Museum of Modern Art in New York City, USA, oder auch die Sammlung im Deutschen Bundestag in Berlin. Besonders erwähnenswert für den öffentlichen Raum ist sicherlich seine Euro-Skulptur vor dem Frankfurter Eurotower.


Immer wieder tritt Ottmar Hörl aber auch als Autor verschiedener Veröffentlichungen auf. Hier sei zu nennen eines seiner ersten Werke: "Formalhaut. Architektur, Skulptur." (Erschienen 1988). Es bezieht sich auf seinen Entwurf mit der Gruppe Formalhaut, die das Behördenzentrum Gutleut mit einer hervorstechenden Landschaft auf dem Dach in Form von farbenfrohen Hütchen erarbeitete.


Eine echte Kontroverse löste er mit seiner Installation von 1.250 Gartenzwergen aus, die den Hitlergruß zeigten. Im Sommer 2009 leitete deswegen die Staatsanwaltschaft Nürnberg gegen ihn ein Ermittlungsverfahren ein, wegen Verwendung von Kennzeichen verfassuungsfeindlicher Organisationen. Auslöser war eine anonyme Anzeige gegen ihn. Er selbst verteidigte sich inhaltlich damit, dass er sagte, dass es sich um eine "Persiflage auf das Herrenmenschentum der Nazis" handeln sollte. Wenig später wurden die Ermittlungen gegen ihn eingestellt. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte nämlich fest, dass der Hiltergruß zeigende Gartenzwerg in "eindeutiger Weise die Gegnerschaft zu der Organisation und die Bekämpfung ihrer Ideologie zum Ausdruck bringt". Die Nazi-Ideologie sollte damit der Lächerlichkeit preisgegeben werden.


Erneutes Aufsehen erregte er unter anderem mit seinen 800 farbigen und Martin-Luther-Skulpturen in Wittenberg unter dem Titel "Hier stehe ich", die während der Renovierungszeit des originalen Martin-Luther Denkmals von Johann Gottfried Schadow auf dem Wittenberger Marktplatz aufgestellt wurden. Auch diese Installation stieß inhaltlich eine Kontroverse mit an, da Martin Luthers antisemitische Schriften zu einer neuerlichen Auseinandersetzung mit diesem Erbe der Evangelischen Kirche führten.

Ottmar Hörl "Jeder gegen Jeden"
Diese und ähnliche Installationen sind es auch, mit denen Ottmar Hörl vor allem der in der breiteren Öffentlichkeit zu einer gewissen Prominenz gelangt ist. Unter seinen Skulpturen finden sich immer wieder Hommagen an berühmte Personen der Geschichte, Literatur, Musik und Gesellschaft, darunter Berthold Brecht, der Erfinder Gottlieb Daimler, der Dichter Theodor Fontante, der Komponist Richard Wagner, Johannes Gutenberg, König Ludwig II., Albert Einstein und viele andere mehr. So fand er mit der Zeit seinen Weg abseits des gängigen Kunstmarktes. In seinen seriellen Skulpturen bildet sich sein Werdegang ab, vom Maschinenbaustudent und Konstrukteur hin zum bildeten Künstler. Die industrielle Serienproduktion ist für ihn offenbar mehr als nur ein Mittel zum Zweck. Sie ermöglicht einer breiteren Öffentlichkeit die Teilhabe an seiner Kunst, in dem er eben nicht nur in renommierten Sammlungen ausstellt, sondern vor allem im öffentlichen Raum eine Bühne für seine Werke sucht. Darunter sind zahlreiche kommunale Einrichtungen in ganz Deutschland zu finden.


Ein Satz mit dem Hörl immer wieder gern zitiert wird, liest sich wie ein Programmspruch für sein umfassendes Werk: „Ein Bildhauer definiert sich nicht dadurch, daß er tonnenweise Material hinschüttet, Förmchen drapiert und sich auf der schmalen Werkspur der Identifizierbarkeit selbst verwirklicht, sondern dadurch, daß er Materie in Bewegung versetzt. Wie ein Zauberer.“

Ottmar Hörl "Jeder gegen Jeden"


140 Jahre Galerie Zimmermann & Heitmann in Dortmund

Wir möchten Sie ganz herzlich zu dem 140-jährigen Jubiläum unserer Galerie in Dortmund einladen!


Im Rahmen der Feierlichkeiten eröffnen wir am Samstag, den 09.11.2019 ab 12 Uhr die Ausstellung "Tripple-Trouble" mit den 3 Top-Künstlern Jörg Döring, van Ray und Paul Thierry.
(Die Künstler werden anwesend sein!)
 


Es würde uns sehr freuen, wenn wir Sie und Ihre Freunde an diesem speziellen Tag begrüßen dürften.
 


Neue Werke von Udo LIndenberg

Zur Messe sind neue Werke von Udo Lindenberg erschienen:
 

Udo Lindenberg "Ich mach mein Ding LILA"


Udo Lindenberg "Ich mach mein Ding" in Lila

UDO LINDENBERG "König von Scheißegalien (gold) Siebdruck

Udo Lindenberg "König von Scheißegalien" Gold

UDO LINDENBERG "König von Scheißegalien (rot) – Siebdruck"

 

Udo Lindenberg ist ein wahres Allround Talent. Er ist nämlich nicht nur ein sehr erfolgreicher Sänger und Texter, sondern unter anderem ist er auch Trommler und Schauspieler. Damit aber immer noch nicht genug, denn der Popstar Udo Lindenberg ist auch ein sehr bekannter Schauspieler und Maler.


Das besondere an der Malerei von Udo Lindenberg ist die Tatsache, dass seine Bilder nicht mit Farben, sondern mit Likören gemalt werden. Diese Gemälde bezeichnet der Künstler selbst als Likörelle. Natürlich hat er sich diese Art der Malerei auch gleich patentieren lassen. Seine Bilder gehören demnach in die Kategorie der Aquarell Malerei, nur das Udo Lindenberg sie eben durch verschiedene qualitativ hochwertige Liköre fertigt. Für die blaue Farbe nimmt er zum Beispiel den Likör Blue Curacao und Mandarinenlikör eignet sich bestens für die Farbe Orange.


Seine ersten Werke bzw. Likörelle zeichnen sich vor allem durch die zurückhaltende Farbigkeit aus. Mit den Jahren entstanden dann aber immer häufiger Likörelle, die farblich so richtig knallten. Mittlerweile findet man auf seinen Bildern sehr häufig ein kräftiges Gelb und Grün , ein leuchtendes Rot oder Orange, oder eben auch ein schimmerndes Blau.


Laut eigenen Angaben trägt Udo Lindenberg beim Malen stets seinen typisch blauen Kapitänsanzug. Zum Schluss ergänzt er seine Likörelle immer noch individuell mit sinnvollen Sprüchen, oft auch mit persönlichen Weisheiten, oder mit Zitaten aus einem seiner vielen Lieder.


Malen mit Alkohol - die Likörelle von Udo Lindenberg

Udo Lindenberg ist einer der bedeutendsten deutschen Musiker, ja. Doch der Mann mit Hut hat viele Fähigkeiten. Ein besonders hervorstechendes Talent ist die Malerei. Diese betreibt Lindenberg mit einer persönlichen Leidenschaft, mit der er sonst nur das Schreiben seiner Songs ehrt. Die besondere Eigenwilligkeit des Udo Lindenberg zeigt sich deshalb auch in seinen Bildern.


So verwendet er durchaus schon einmal Erde, um seinen Schöpfungen die ganz eigene Note zu geben. Auch Blut soll bei ihm schon zum Einsatz gekommen sein. Eine besondere Herangehensweise hat sich der Allround-Künstler sogar patentieren lassen. Die sogenannten Likörelle.
 

Udo Lindenberg "Happy Holidays Sylt"

Udo Lindenberg "Happy Holidays - Sylt"

Die Likörelle - an der Hotelbar entstanden


Ursprünglich soll Lindenberg die Idee dazu irgendwann in den 1990er Jahren in einer Hotelbar gekommen sein. Um spontan malen zu können, griff er kurzerhand zum daneben stehenden Likör. Die Palette reichte dabei von Pfefferminzschnaps bis zu Eierlikör. Je nachdem, welche Likörfarbe er gerade in seinen Bildern verwirklicht sehen wollte. Was zunächst einfach nur ganz spaßig klingt, hat sich zu einer einzigartigen Kunstform entwickelt.


Die ersten entstandenen Likörelle verblichen nämlich mit der Zeit. Um die Farbkraft der Liköre zu erhalten, ließ Lindenberg eigens ein Verfahren entwickeln. Lindenberg malt denn auch nicht einfach zum Spaß. Für ihn ist jede Art von Kunst bedeutsam. In der Malerei kann er seine Kreativität noch einmal auf abstraktere Weise zum Ausdruck bringen. Er bezeichnet das auch gerne als panische Malerei.
 

Musik und Malen - Hand in Hand


Die Malerei ist für Lindenberg in besonderer Weise eine Ergänzung seiner Musik. Seine Likörelle werden teilweise als Schallplatten-Cover verwendet oder kommen bei Konzerten als Projektionen auf Leinwänden zum Einsatz. Der Bildband "Das Lindenwerk - Malerei in Panikcolor" zeigt deshalb nicht nur seine malerischen Werke. In ihm finden sich auch diverse Songtexte. Viele davon sind parallel in seinem Atelier in Hamburg entstanden.


Christo: Verhüllung des Triumpfbogens

Die Verhüllung der Arc de Triomphe durch Christo

Das Künstlerpaar und seine Verhüllungsprojekte

Christo Vladimirov Javacheff, wie der amerikanische Künstler mit vollem Namen heißt, kam 1935 am 13. Juni in Gabrovo/Bulgarien zur Welt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau der Künstlerin Jeanne-Claude wirkte er an zahlreichen Projekten mit. Jeanne-Claude Denat de Guillebon kam in Casablanca/Marokko am selben Tag zur Welt, wie der Künstler und zwar am 13. Juni 1935. Sie selbst stammt aus einer Militärfamilie Frankreichs und genoss ihre Schulausbildung sowohl in der Schweiz als auch in Frankreich. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss entschied sie sich für ein Studium in Philosophie und Latein in Tunis.


Unterdessen unternahm Christo sein Studium von 1953 bis 1956 in Sofia an der Kunstakademie. Anschließend ergab sich für ihn im Jahre 1957 ein Wechsel an die Kunstakademie Wien. Ein Jahr später ging es in die französische Hauptstadt Paris, dort lernte er auch seine zukünftige Frau Jeanne-Claude kennen und lieben bis sie 1960 heirateten. Ihr gemeinsamer Sohn erblickte am 11. Mai 1960 das Licht der Welt.


Schon zu Beginn seiner Karriere sah der Künstler sein Ziel in eingewickelten Objekten sowie Paketen. Ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes wirkte das Künstler-Duo gemeinsam an ihrem ersten großen Projekt mit: das Einpacken eines Objektes direkt in der Öffentlichkeit – die Verhüllung der Ölfässer im Hafen Kölns. Im Jahre 1964 zogen die beiden nach New York während sie 1968 das sogenannte Projekt „5,600 Cubicmeter Package“ für die in Kassel stattfindende documenta 4 entwickelten. Dabei ging es um ein 82 m langes, das mit etwa 6 Tausend kg Luft gefüllte sowie verschnürte Paket. Dieses wiederum sollte senkrecht in die Luft ragen.


Weitere Projekte waren unteranderem die nun folgenden: „Running Fence“ (1976), „Surrounded Islands“ (1983), „The Pont Neuf Wrapped“ (1985), „The Umbrellas, Japan-USA" (1991), „Wrapped Reichstag, Berlin“ (1995) sowie „The Gates" (2005). In Planung seit 1992 ist das Projekt „Over the River“ bei dem die Künstler über den Arkansas River (Colorado) Stoffbahnen ziehen wollen. Ihr künstlerisches Zusammenwirken beschreiben die beiden als „von Beginn an gleichberechtigt und zu gleichen Anteilen“. Um allerdings die Idee des Künstler-Duos besser zu vermitteln und der Einfachheit wegen, wurde für ihre Kunst stets der Name Christos verwendet. Dies geschah bis 1994, denn ab diesem Jahr war auch Jeanne-Claudes Name auf ihren Werken anzutreffen. Sowohl Zeichnungen, Modelle, Collagen, Lithografien als auch kleinere verpackte Objekte tragen bis zum heutigen Zeitpunkt die alleinige Unterschrift des Künstlers Christos. Die draußen angesiedelten, großen sowie temporären Projekte wiederum, die auch des Öfteren im Innenraum zu finden sind tragen, sowohl den Namen Christos als auch den Jeanne-Claudes.


Zur Finanzierung ihrer kostspieligen Kunstprojekte verkauften die beiden Künstler ihre bis dato entstandenen Skizzen, Zeichnungen und früher verpackten Objekte. Sowohl Spenden als auch Sponsorengelder werden von dem Künstler-Duo ausschließlich abgelehnt. Um die vollständige Unabhängigkeit beizubehalten, bezahlen sie darüber hinaus auch ihre Helfer bei ihren jeweiligen Projekten. 2009 verstarb Jeanne-Claude in New York.

Die Verhüllung der Arc de Triomphe

Gemeinsam mit seiner verstorbenen Frau Jeanne-Claude lebte Christo für einige Jahre in Paris an der Seine. Kein Wunder also, dass er nun ein überaus spektakuläres Projekt für diesen Ort geplant hat. Sein Plan: die Verhüllung des Triumphbogens in Paris. Das Projekt soll dabei (laut CMN (Zentrum nationaler Monumente)) 2020 im Frühjahr beginnen.


Der Triumphbogen soll demnach in silber-bläulichem Stoff von etwa 25.000 Quadratmetern eingepackt werden. Zusammengehalten wird das Ganze von einem etwa siebentausend Meter langem, roten Seil. Die Präsentation des Werks soll dann, den Planungen zufolge, vom 6. - 19.04.2020 andauern. Neben der Verhüllung der Arc de Triomphe wird in dem Pariser Centre Pompidou den beiden Künstlern eine dort stattfindende Ausstellung gewidmet. Die Ausstellung handelt dabei vom Leben des Künstlerpaares in Paris von 1958 - 1964. Ein weiteres Thema wird darüber hinaus auch die Geschichte des Projektes zur Verhüllung des im Jahre 1985 stattfindenden Pont Neuf sein. Dabei kam es zur Verpackung der ältesten Brücke Paris‘, sodass diese in etwa vierzig Tausend Quadratmeter langes, sandfarbenes Polyamidgewebe eingewickelt wurde.


Udo Lindenberg "Es ist nie zu spät noch einmal durch zu starten"

Udo mal anders


Person Udo Lindenberg


Udo Gerhard Lindenberg wurde am 17. Mai 1946 in der Stadt Gronau (Westfalen) geboren.


Udo wurde als Sohn von Gustaf (Installateur) und Hermine Lindenberg (Hausfrau) geboren. Zusammen mit den drei Geschwistern Erich (1938–2006 Kunstmaler) und den Schwestern (Zwillinge) Inge und Erika. Er ist einer der bekanntesten deutschen Rockmusiker/Schriftsteller aber auch als Maler tätig. Er hat in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den Bands / Musiker („City Preachers" oder Peter Herbolzheimer) als Schlagzeuger seine Laufbahn begonnen. In den 70er ist er auch vermehrt als Sänger teils auch mit eigen Liedtexten aufgetreten. Udo Lindenberg war einer der wenigen der in dieser Zeit einer der wenigen deutschen Rockmusiker der in der ausschließlich auf Deutsch die Lieder präsentierte.

Er war ein Unikat der Rockmusiker Szene und verhalf dieser zum Durchbruch. In einer Zeit in der die meisten Lieder auf Englisch präsentiert wurden. In dieser Zeit entwickelte er seinen eigenen unverkennbaren Stil und Udo wuchs zur Ikone der deutschen Rockmusiker Szene stetig voran. Seine kommerziellen Medien waren international anerkannt und erhielten viele Preise und Auszeichnungen. In seiner Musik Karriere nahm er 34 Alben währen der Stadion-Tour auf wobei er erst mit 62 Jahren (2008) einen ersten Platz in den Chart (Deutschland) erlangte.

UDO LINDENBERG "Es ist nie zu spät noch einmal durch zu starten"

Udo Lindenberg: "Es ist nie zu spät noch einmal durch zu starten"


Künstler Udo Lindenberg
Parallel zu seiner Bühnen Tätigkeiten fand Lindenberg auch vermehrt als Maler Beachtung. Im Jahr 1996 hatte er die erste Ausstellung. Er stellte dabei seine Werke in der Sankt-Jacobi-Kirche (Hamburg) sowie Haus der Geschichte (Bonn) aus. Sein besonderer Stil "Likörelle" (Malereien die alkoholischen Getränke (eingefärbt)) fand bei seinen Fans und den Kunstliebhabern schnell anklang. Wobei die Kunstwerke (Likörelle) mit den speziellen Farben und unter Zuhilfenahme eines Schlagzeuges die Leinwand "farbintensiv" vollgespritzt werden.


Die ersten Kunstwerke hatten eine Farbigkeit die sich zurück hielt, wobei Bilder entstehen sollten, die nach seiner Meinung "richtig knallen" sollten. Deshalb erweiterte er seinen Stil mit Acrylfarben und nun auf Papier. Dabei spielten leuchtendes Rot, Grün, Blau und kräftiges Gelb eine wichtige Rolle. Als Selbstdarstellung präsentiert sich Udo mit einem Kapitänsanzug, der in Blau daherkommt. Damit bekräftige er seinen Anspruch - das knallt.


Ottmar Hörl und seine Kunst

Ottmar Hörl ist ein deutscher Künstler, Bildhauer, Foto- und Objektkünstler. Seine Ausdrucksformen sind einzigartig, vielfältig und lassen sich kaum in eine Stilrichtung einordnen. Bekannt wurde er unter anderen durch seine seriellen Skulpturen, die das alltägliche Leben repräsentieren. Er beschreibt Skulpturen als Organisationsprinzip, was in vielerlei Hinsicht in der Umgebung sowie im Alltag zu finden ist.

Lebensweg

Ottmar Hörl wurde im Jahr 1950 in Nauheim geboren. Vor seinem Start in die Künstlerwelt studierte er Maschinenbau und arbeitete nach abgeschlossenem Studium als Konstrukteur. Für den künstlerischen Weg entschied er sich erst im Jahr 1975, wo er sich an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt bewarb. Diese schloss Hörl 1979 ab und erhielt daraufhin mithilfe eines Stipendiums Zugang zur Hochschule für Bildende Künste in Düsseldorf. Dort wurde er unter anderem von Prof. Klaus Rinke unterrichtet. Hörls Studium endete 1981, woraufhin er bereits kurze Zeit später seine erste Einzelausstellung erhielt.


Im Jahr 1985 gründete Ottmar Hörl zusammen mit den Architekten Götz G. Stöckmann und Gabriela Seifert eine Gruppe namens „Formalhaut“. Zusammen entwarfen sie die ausdrucksstarke Dachlandschaft des Behördenzentrums in Gutleut. Drei Jahre später wurden einige von Hörls Werken auf der Galerie Vorsetzen, einer Künstlerkooperative in Hamburg, gezeigt.


1992-93 erhielt Ottmar Hörl zusammen mit „Formalhaut“ eine Gastprofessur auf der TU Graz. Nur ein Jahr später wurde er zusammen mit seiner Gruppe von der Akademie der Künste Berlin mit dem Förderpreis für Baukunst belohnt. 1997 erhielt er auf dem internationalen Kunstmarkt in Düsseldorf den Cologne Fine Art-Preis. Nach einem weiteren Jahr wurde er mit dem Wilhelm-Lot-Preis gewürdigt, ein Kunstpreis vergeben von Darmstadt.


OTTMAR HÖRL "Sponti (signiert)"

Ottmar Hörl
Sponti-Zwerg


Seit 1999 ist er als Professor für Bildende Künste auf der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg tätig. Viele seiner Werke werden nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland sehr hochgeschätzt und finden sich in zahlreichen Sammlungen und öffentlichen Räumen.


2002 erhielt er, zusammen mit Dietmar Wiesner und Rainer Römer den Intermedium-Preis. Im Jahr 2009 wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den unvergleichlichen Künstler eingeleitet. Anlass hierfür war eine unbekannte Anzeige an die Nürnberger Galerie, in welcher ein goldener Gartenzwerg des Künstlers ausgestellt war, der den Hitlergruß zeigte. Laut Hörl seien die Zwerge zwar eine Anregung für Diskussionen gewesen, als Nazi war er jedoch bis dato noch nie bezeichnet worden. Die Ermittlungen wurden nach dem Bekanntwerden bereits nach wenigen Tagen wieder eingestellt.


Im Jahr 2012 erhielt Ottmar Hörl von seinen Studenten eine ganz besondere Ehrung: Als Erinnerung an sein wohl bekanntestes Werk, das „Große Hasenstück“ wurden 350 Figurinen ausgestellt. Das Motto hierfür belief sich auf „350 Präsidenten für die Akademie“.


2015 wurde Hörl mit dem CREO-Innovationspreis von der Deutschen Gesellschaft für Kreativität in Frankfurt a.M. geehrt.