GALERIE ZIMMERMANN

Neue Werke von Udo LIndenberg

Zur Messe sind neue Werke von Udo Lindenberg erschienen:
 

Udo Lindenberg "Ich mach mein Ding LILA"


Udo Lindenberg "Ich mach mein Ding" in Lila

UDO LINDENBERG "König von Scheißegalien (gold) Siebdruck

Udo Lindenberg "König von Scheißegalien" Gold

UDO LINDENBERG "König von Scheißegalien (rot) – Siebdruck"

 

Udo Lindenberg ist ein wahres Allround Talent. Er ist nämlich nicht nur ein sehr erfolgreicher Sänger und Texter, sondern unter anderem ist er auch Trommler und Schauspieler. Damit aber immer noch nicht genug, denn der Popstar Udo Lindenberg ist auch ein sehr bekannter Schauspieler und Maler.


Das besondere an der Malerei von Udo Lindenberg ist die Tatsache, dass seine Bilder nicht mit Farben, sondern mit Likören gemalt werden. Diese Gemälde bezeichnet der Künstler selbst als Likörelle. Natürlich hat er sich diese Art der Malerei auch gleich patentieren lassen. Seine Bilder gehören demnach in die Kategorie der Aquarell Malerei, nur das Udo Lindenberg sie eben durch verschiedene qualitativ hochwertige Liköre fertigt. Für die blaue Farbe nimmt er zum Beispiel den Likör Blue Curacao und Mandarinenlikör eignet sich bestens für die Farbe Orange.


Seine ersten Werke bzw. Likörelle zeichnen sich vor allem durch die zurückhaltende Farbigkeit aus. Mit den Jahren entstanden dann aber immer häufiger Likörelle, die farblich so richtig knallten. Mittlerweile findet man auf seinen Bildern sehr häufig ein kräftiges Gelb und Grün , ein leuchtendes Rot oder Orange, oder eben auch ein schimmerndes Blau.


Laut eigenen Angaben trägt Udo Lindenberg beim Malen stets seinen typisch blauen Kapitänsanzug. Zum Schluss ergänzt er seine Likörelle immer noch individuell mit sinnvollen Sprüchen, oft auch mit persönlichen Weisheiten, oder mit Zitaten aus einem seiner vielen Lieder.


Malen mit Alkohol - die Likörelle von Udo Lindenberg

Udo Lindenberg ist einer der bedeutendsten deutschen Musiker, ja. Doch der Mann mit Hut hat viele Fähigkeiten. Ein besonders hervorstechendes Talent ist die Malerei. Diese betreibt Lindenberg mit einer persönlichen Leidenschaft, mit der er sonst nur das Schreiben seiner Songs ehrt. Die besondere Eigenwilligkeit des Udo Lindenberg zeigt sich deshalb auch in seinen Bildern.


So verwendet er durchaus schon einmal Erde, um seinen Schöpfungen die ganz eigene Note zu geben. Auch Blut soll bei ihm schon zum Einsatz gekommen sein. Eine besondere Herangehensweise hat sich der Allround-Künstler sogar patentieren lassen. Die sogenannten Likörelle.
 

Udo Lindenberg "Happy Holidays Sylt"

Udo Lindenberg "Happy Holidays - Sylt"

Die Likörelle - an der Hotelbar entstanden


Ursprünglich soll Lindenberg die Idee dazu irgendwann in den 1990er Jahren in einer Hotelbar gekommen sein. Um spontan malen zu können, griff er kurzerhand zum daneben stehenden Likör. Die Palette reichte dabei von Pfefferminzschnaps bis zu Eierlikör. Je nachdem, welche Likörfarbe er gerade in seinen Bildern verwirklicht sehen wollte. Was zunächst einfach nur ganz spaßig klingt, hat sich zu einer einzigartigen Kunstform entwickelt.


Die ersten entstandenen Likörelle verblichen nämlich mit der Zeit. Um die Farbkraft der Liköre zu erhalten, ließ Lindenberg eigens ein Verfahren entwickeln. Lindenberg malt denn auch nicht einfach zum Spaß. Für ihn ist jede Art von Kunst bedeutsam. In der Malerei kann er seine Kreativität noch einmal auf abstraktere Weise zum Ausdruck bringen. Er bezeichnet das auch gerne als panische Malerei.
 

Musik und Malen - Hand in Hand


Die Malerei ist für Lindenberg in besonderer Weise eine Ergänzung seiner Musik. Seine Likörelle werden teilweise als Schallplatten-Cover verwendet oder kommen bei Konzerten als Projektionen auf Leinwänden zum Einsatz. Der Bildband "Das Lindenwerk - Malerei in Panikcolor" zeigt deshalb nicht nur seine malerischen Werke. In ihm finden sich auch diverse Songtexte. Viele davon sind parallel in seinem Atelier in Hamburg entstanden.


Christo: Verhüllung des Triumpfbogens

Die Verhüllung der Arc de Triomphe durch Christo

Das Künstlerpaar und seine Verhüllungsprojekte

Christo Vladimirov Javacheff, wie der amerikanische Künstler mit vollem Namen heißt, kam 1935 am 13. Juni in Gabrovo/Bulgarien zur Welt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau der Künstlerin Jeanne-Claude wirkte er an zahlreichen Projekten mit. Jeanne-Claude Denat de Guillebon kam in Casablanca/Marokko am selben Tag zur Welt, wie der Künstler und zwar am 13. Juni 1935. Sie selbst stammt aus einer Militärfamilie Frankreichs und genoss ihre Schulausbildung sowohl in der Schweiz als auch in Frankreich. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss entschied sie sich für ein Studium in Philosophie und Latein in Tunis.


Unterdessen unternahm Christo sein Studium von 1953 bis 1956 in Sofia an der Kunstakademie. Anschließend ergab sich für ihn im Jahre 1957 ein Wechsel an die Kunstakademie Wien. Ein Jahr später ging es in die französische Hauptstadt Paris, dort lernte er auch seine zukünftige Frau Jeanne-Claude kennen und lieben bis sie 1960 heirateten. Ihr gemeinsamer Sohn erblickte am 11. Mai 1960 das Licht der Welt.


Schon zu Beginn seiner Karriere sah der Künstler sein Ziel in eingewickelten Objekten sowie Paketen. Ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes wirkte das Künstler-Duo gemeinsam an ihrem ersten großen Projekt mit: das Einpacken eines Objektes direkt in der Öffentlichkeit – die Verhüllung der Ölfässer im Hafen Kölns. Im Jahre 1964 zogen die beiden nach New York während sie 1968 das sogenannte Projekt „5,600 Cubicmeter Package“ für die in Kassel stattfindende documenta 4 entwickelten. Dabei ging es um ein 82 m langes, das mit etwa 6 Tausend kg Luft gefüllte sowie verschnürte Paket. Dieses wiederum sollte senkrecht in die Luft ragen.


Weitere Projekte waren unteranderem die nun folgenden: „Running Fence“ (1976), „Surrounded Islands“ (1983), „The Pont Neuf Wrapped“ (1985), „The Umbrellas, Japan-USA" (1991), „Wrapped Reichstag, Berlin“ (1995) sowie „The Gates" (2005). In Planung seit 1992 ist das Projekt „Over the River“ bei dem die Künstler über den Arkansas River (Colorado) Stoffbahnen ziehen wollen. Ihr künstlerisches Zusammenwirken beschreiben die beiden als „von Beginn an gleichberechtigt und zu gleichen Anteilen“. Um allerdings die Idee des Künstler-Duos besser zu vermitteln und der Einfachheit wegen, wurde für ihre Kunst stets der Name Christos verwendet. Dies geschah bis 1994, denn ab diesem Jahr war auch Jeanne-Claudes Name auf ihren Werken anzutreffen. Sowohl Zeichnungen, Modelle, Collagen, Lithografien als auch kleinere verpackte Objekte tragen bis zum heutigen Zeitpunkt die alleinige Unterschrift des Künstlers Christos. Die draußen angesiedelten, großen sowie temporären Projekte wiederum, die auch des Öfteren im Innenraum zu finden sind tragen, sowohl den Namen Christos als auch den Jeanne-Claudes.


Zur Finanzierung ihrer kostspieligen Kunstprojekte verkauften die beiden Künstler ihre bis dato entstandenen Skizzen, Zeichnungen und früher verpackten Objekte. Sowohl Spenden als auch Sponsorengelder werden von dem Künstler-Duo ausschließlich abgelehnt. Um die vollständige Unabhängigkeit beizubehalten, bezahlen sie darüber hinaus auch ihre Helfer bei ihren jeweiligen Projekten. 2009 verstarb Jeanne-Claude in New York.

Die Verhüllung der Arc de Triomphe

Gemeinsam mit seiner verstorbenen Frau Jeanne-Claude lebte Christo für einige Jahre in Paris an der Seine. Kein Wunder also, dass er nun ein überaus spektakuläres Projekt für diesen Ort geplant hat. Sein Plan: die Verhüllung des Triumphbogens in Paris. Das Projekt soll dabei (laut CMN (Zentrum nationaler Monumente)) 2020 im Frühjahr beginnen.


Der Triumphbogen soll demnach in silber-bläulichem Stoff von etwa 25.000 Quadratmetern eingepackt werden. Zusammengehalten wird das Ganze von einem etwa siebentausend Meter langem, roten Seil. Die Präsentation des Werks soll dann, den Planungen zufolge, vom 6. - 19.04.2020 andauern. Neben der Verhüllung der Arc de Triomphe wird in dem Pariser Centre Pompidou den beiden Künstlern eine dort stattfindende Ausstellung gewidmet. Die Ausstellung handelt dabei vom Leben des Künstlerpaares in Paris von 1958 - 1964. Ein weiteres Thema wird darüber hinaus auch die Geschichte des Projektes zur Verhüllung des im Jahre 1985 stattfindenden Pont Neuf sein. Dabei kam es zur Verpackung der ältesten Brücke Paris‘, sodass diese in etwa vierzig Tausend Quadratmeter langes, sandfarbenes Polyamidgewebe eingewickelt wurde.


Udo Lindenberg "Es ist nie zu spät noch einmal durch zu starten"

Udo mal anders


Person Udo Lindenberg


Udo Gerhard Lindenberg wurde am 17. Mai 1946 in der Stadt Gronau (Westfalen) geboren.


Udo wurde als Sohn von Gustaf (Installateur) und Hermine Lindenberg (Hausfrau) geboren. Zusammen mit den drei Geschwistern Erich (1938–2006 Kunstmaler) und den Schwestern (Zwillinge) Inge und Erika. Er ist einer der bekanntesten deutschen Rockmusiker/Schriftsteller aber auch als Maler tätig. Er hat in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den Bands / Musiker („City Preachers" oder Peter Herbolzheimer) als Schlagzeuger seine Laufbahn begonnen. In den 70er ist er auch vermehrt als Sänger teils auch mit eigen Liedtexten aufgetreten. Udo Lindenberg war einer der wenigen der in dieser Zeit einer der wenigen deutschen Rockmusiker der in der ausschließlich auf Deutsch die Lieder präsentierte.

Er war ein Unikat der Rockmusiker Szene und verhalf dieser zum Durchbruch. In einer Zeit in der die meisten Lieder auf Englisch präsentiert wurden. In dieser Zeit entwickelte er seinen eigenen unverkennbaren Stil und Udo wuchs zur Ikone der deutschen Rockmusiker Szene stetig voran. Seine kommerziellen Medien waren international anerkannt und erhielten viele Preise und Auszeichnungen. In seiner Musik Karriere nahm er 34 Alben währen der Stadion-Tour auf wobei er erst mit 62 Jahren (2008) einen ersten Platz in den Chart (Deutschland) erlangte.

UDO LINDENBERG "Es ist nie zu spät noch einmal durch zu starten"

Udo Lindenberg: "Es ist nie zu spät noch einmal durch zu starten"


Künstler Udo Lindenberg
Parallel zu seiner Bühnen Tätigkeiten fand Lindenberg auch vermehrt als Maler Beachtung. Im Jahr 1996 hatte er die erste Ausstellung. Er stellte dabei seine Werke in der Sankt-Jacobi-Kirche (Hamburg) sowie Haus der Geschichte (Bonn) aus. Sein besonderer Stil "Likörelle" (Malereien die alkoholischen Getränke (eingefärbt)) fand bei seinen Fans und den Kunstliebhabern schnell anklang. Wobei die Kunstwerke (Likörelle) mit den speziellen Farben und unter Zuhilfenahme eines Schlagzeuges die Leinwand "farbintensiv" vollgespritzt werden.


Die ersten Kunstwerke hatten eine Farbigkeit die sich zurück hielt, wobei Bilder entstehen sollten, die nach seiner Meinung "richtig knallen" sollten. Deshalb erweiterte er seinen Stil mit Acrylfarben und nun auf Papier. Dabei spielten leuchtendes Rot, Grün, Blau und kräftiges Gelb eine wichtige Rolle. Als Selbstdarstellung präsentiert sich Udo mit einem Kapitänsanzug, der in Blau daherkommt. Damit bekräftige er seinen Anspruch - das knallt.


Ottmar Hörl und seine Kunst

Ottmar Hörl ist ein deutscher Künstler, Bildhauer, Foto- und Objektkünstler. Seine Ausdrucksformen sind einzigartig, vielfältig und lassen sich kaum in eine Stilrichtung einordnen. Bekannt wurde er unter anderen durch seine seriellen Skulpturen, die das alltägliche Leben repräsentieren. Er beschreibt Skulpturen als Organisationsprinzip, was in vielerlei Hinsicht in der Umgebung sowie im Alltag zu finden ist.

Lebensweg

Ottmar Hörl wurde im Jahr 1950 in Nauheim geboren. Vor seinem Start in die Künstlerwelt studierte er Maschinenbau und arbeitete nach abgeschlossenem Studium als Konstrukteur. Für den künstlerischen Weg entschied er sich erst im Jahr 1975, wo er sich an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt bewarb. Diese schloss Hörl 1979 ab und erhielt daraufhin mithilfe eines Stipendiums Zugang zur Hochschule für Bildende Künste in Düsseldorf. Dort wurde er unter anderem von Prof. Klaus Rinke unterrichtet. Hörls Studium endete 1981, woraufhin er bereits kurze Zeit später seine erste Einzelausstellung erhielt.


Im Jahr 1985 gründete Ottmar Hörl zusammen mit den Architekten Götz G. Stöckmann und Gabriela Seifert eine Gruppe namens „Formalhaut“. Zusammen entwarfen sie die ausdrucksstarke Dachlandschaft des Behördenzentrums in Gutleut. Drei Jahre später wurden einige von Hörls Werken auf der Galerie Vorsetzen, einer Künstlerkooperative in Hamburg, gezeigt.


1992-93 erhielt Ottmar Hörl zusammen mit „Formalhaut“ eine Gastprofessur auf der TU Graz. Nur ein Jahr später wurde er zusammen mit seiner Gruppe von der Akademie der Künste Berlin mit dem Förderpreis für Baukunst belohnt. 1997 erhielt er auf dem internationalen Kunstmarkt in Düsseldorf den Cologne Fine Art-Preis. Nach einem weiteren Jahr wurde er mit dem Wilhelm-Lot-Preis gewürdigt, ein Kunstpreis vergeben von Darmstadt.


OTTMAR HÖRL "Sponti (signiert)"

Ottmar Hörl
Sponti-Zwerg


Seit 1999 ist er als Professor für Bildende Künste auf der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg tätig. Viele seiner Werke werden nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland sehr hochgeschätzt und finden sich in zahlreichen Sammlungen und öffentlichen Räumen.


2002 erhielt er, zusammen mit Dietmar Wiesner und Rainer Römer den Intermedium-Preis. Im Jahr 2009 wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den unvergleichlichen Künstler eingeleitet. Anlass hierfür war eine unbekannte Anzeige an die Nürnberger Galerie, in welcher ein goldener Gartenzwerg des Künstlers ausgestellt war, der den Hitlergruß zeigte. Laut Hörl seien die Zwerge zwar eine Anregung für Diskussionen gewesen, als Nazi war er jedoch bis dato noch nie bezeichnet worden. Die Ermittlungen wurden nach dem Bekanntwerden bereits nach wenigen Tagen wieder eingestellt.


Im Jahr 2012 erhielt Ottmar Hörl von seinen Studenten eine ganz besondere Ehrung: Als Erinnerung an sein wohl bekanntestes Werk, das „Große Hasenstück“ wurden 350 Figurinen ausgestellt. Das Motto hierfür belief sich auf „350 Präsidenten für die Akademie“.


2015 wurde Hörl mit dem CREO-Innovationspreis von der Deutschen Gesellschaft für Kreativität in Frankfurt a.M. geehrt.


Günter Grass und seine Blechtrommel

Günter Grass ist uns vor allem als Schriftsteller bekannt. Über seine Plastiken und Zeichnungen weiß die breite Öffentlichkeit eher wenig. Der mehrfach begabte Künstler ist ein interessanter Zeitgenosse, der bis heute auch politisch aktiv ist. Er ist kein bequemer Mensch und einige seiner Werke wurden schon heiß diskutiert.


Er gilt als ein bedeutender deutschsprachiger Schriftsteller der Gegenwart. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und weltweit verlegt. Günter Grass wurde am 16.10.1927 in Danzig geboren. Seine Eltern hatten ein Kolonialwarengeschäft. Heute ist Grass Ehrenbürger seiner Geburtsstadt. 2009 eröffnete dort ein Günter-Grass-Museum.


Im Zweiten Weltkrieg meldete er sich im Alter von nur 15 Jahre zur Wehrmacht als Luftwaffenhelfer. 1944 wurde er zur Waffen-SS einberufen. Von 1945 bis 1946 war er in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Diesen Teil seines Lebens schilderte Grass in seinem autobiografischen Buch " Beim Häuten der Zwiebel ".


Nach dem Krieg machte Günter Grass bei einem Praktikum bei einem Steinmetz in Düsseldorf wichtige Erfahrungen als Bildhauer. Von 1948 bis 1952 studierte Grass Grafik und Bildhauerei an der Kunstakademie in Düsseldorf. Um sein Können zu vervollkommnen, wurde er von 1953 bis 1956 Student der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Hier war er Schüler des Bildhauers Karl Hartung. Im Anschluß an sein Studium lebte er ein Jahr in Paris. Nach diesem Jahr zog er nach Berlin zurück. In späteren Jahren nahm er seinen Wohnsitz in Schleswig- Holstein.
1956 debütierte Grass mit einem Lyrikband. Im Jahr 1959 begründete der Roman " Die Blechtrommel " seinen Weltruhm als Schriftsteller. In den Jahren 1956 und 1957 stellte Grass aber auch seine Graphiken und Plastiken aus.


Heute lebt Günter Grass in Behlendorf bei Lübeck. In seinem Atelier hat er drei Arbeitsräume eingerichtet. Ein Raum ist zum Schreiben seiner literarischen Werke gedacht. Hier befinden sich zwei Stehpulte. Das erste Pult nutzt Grass zum Schreiben mit der Hand. Auf dem zweiten Pult steht seine alte Schreibmaschine. Im nächsten Raum entstehen seine Skulpturen. Eine Tür gibt es nicht zwischen den Räumen. Der Künstler möchte schnell wechseln können, wenn eine Idee ihn packt. Da wäre eine Tür nur hinderlich für ihn. Die Arbeit an einer Skulptur ist ihm sehr wichtig. Das Auge und ein gutes Raumgefühl sind für ihn bedeutsam. Über eine Treppe erreicht man den dritten Raum des Ateliers. Hier zeichnet der Künstler mit Bleistift, Kreide und Lithotusche zahlreiche Variationen von einem Motiv. Die Blätter breitet er aus. So hat er eine bessere Übersicht über das Entstandene. Eine große Anzahl von Zeichnungen, Radierungen und Lithographien sind im Laufe der Jahre neben seinem umfangreichen schriftstellerischen Schaffen entstanden. Seine erste Veröffentlichung im Jahre 1956 war der Gedichtband " Die Vorzüge der Windhühner ". Grass hat diesen Gedichtband selbst illustriert.


Zu abstrakter Kunst hat Günter Grass keine Verbindung. Er zeichnet lebensnah und gegenständlich. Viele Zeichnungen von verschiedenen Tieren sind unter seinen Werken. Seine Zeichnungen werden hauptsächlich als Drucke gehandelt. Der Künstler möchte sie für eine breite Mehrheit erschwinglich machen. In Lübeck befindet sich das Günter-Grass-Haus. Hier wird ein Großteil seiner literarischen Werke im Original aufbewahrt.

Günter Grass erhielt 1999 den Nobelpreis für Literatur als Anerkennung für sein schriftstellerisches Schaffen.


Biographie von Christo

Christo ist ein amerikanischer Künstler bulgarischer Herkunft. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Jeanne-Claude erlangte er weltweite Berühmtheit durch das Umhüllen von Gebäuden und das Verändern von Landschaften durch Folien. Das Künstlerehepaar ermöglichte durch ihr Schaffen neue Erfahrungen der Wahrnehmung. Zu ihren bekanntesten Arbeiten gehören die Verhüllung des Reichstages in Berlin, das Projekt „The Gates“ im Central Park von New York City und die Umhüllung der Brücke Point Neuf in Paris.
Christo Wladimirow Jawaschew wurde am 13. Juni 1935 in der bulgarischen Kleinstadt Gabrowo geboren. Schon in seiner frühen Kindheit machte sich sein künstlerisches Talent bemerkbar. Seit dem Jugendalter experimentierte er in der Textilfabrik seines Vaters mit Stoffbahnen. Im Jahr 1953 begann er sein Studium an der „Akademie für Schöne Künste“. Da der sozialistische Lehrplan der Entfaltung seines künstlerischen Talents im Weg stand, entschloss er sich 1957 zur Flucht nach Wien. Dort besuchte er für kurze Zeit die „Akademie der Bildenden Künste“, bevor er 1958 nach Paris zog.


In Paris lebte er in Armut, sein Geld musste er durch Portraitmalerei verdienen, eine Arbeit, die ihm zuwider war. Trotz seiner schlechten finanziellen Verhältnisse mietete er sich 1958 ein Atelier und widmete sich dort seiner Kunst – dem Verhüllen von Gegenständen. Im gleichen Jahr lernte er seine zukünftige Ehefrau, die Französin Jean-Claude Guillebon, kennen. Bald arbeitete das Paar nur noch im Team: ihr organisatorisches Talent ergänzte seine künstlerischen Fertigkeiten. Eines ihrer ersten gemeinsamen Projekte brachte sie 1962 in die Schlagzeilen, das ungenehmigte Projekt „Eiserner Vorhang - Mauer aus Ölfässern“, das sie in einer Pariser Nebenstraße präsentierten.


1964 zog das Ehepaar nach New York, das damalige Zentrum der modernen Kunst. Sie stellten ihre Werke in mehreren bekannten Galerien aus und nahmen einige große Projekte in Angriff. 1969 verhüllten sie einen Küstenstreifen in Australien. Fast zwei Jahre dauerte die Vorbereitungszeit für das Projekt „Valley Curtain“, bei dem ein Vorhang durch ein 400 Meter breites Tal in den Rocky Mountains gezogen wurde. Weitere berühmte Werke wie die Verhüllung der Pont Neuf und des Berliner Reichstages folgten. Eines der bekanntesten Werke wurde im Jahr 2005 realisiert: „The Gates“, ein 21 Millionen US-Dollar teures Projekt, bei dem im New Yorker Central Park 7503 gelb umhüllte Tore aufgestellt wurden.


Das Künstlerpaar finanzierte alle Projekte vollständig durch den Verkauf von Collagen, Zeichnungen und Originalmaterialien – alle Verhüllungsmaterialien wurden wiederverwertet. Für die Zukunft plant der Künstler weitere Projekte, jedoch ohne Jean-Claude, die im Jahr 2009 starb. Im Unterschied zu vielen anderen Künstler will Christo keine unsterblichen Werke erschaffen, sondern betont die Vergänglichkeit seiner Kunst.


Thomas Baumgärtel - Der Bananensprayer

Der deutsche Künstler Thomas Baumgärtel, geboren 1960 in Rheinberg im Ruhrgebiet BRD, auch bekannt als der Bananensprayer, lebt und arbeitet zurzeit in Köln. Von 1985 bis 1990 studierte Thomas Baumgärtel freie Kunst an der Fachhochschule in Köln und absolvierte zwischen 1985 bis 1995 ein Studium in Psychologie und Kunsttherapie an der Universität in Köln.


1986 markierte er das erste Mal einen Kunstort mit seiner Spraybanane. Es ist sein inoffizielles Logo geworden und wer die Kunstszene kennt weiß, wer dahinter steckt. Schon seit über zwanzig Jahren signiert er Wände, die man in 4000 Kunstmuseen und Galerien zwischen Berlin, Basel, New York, London, Wien und weiteren wichtigen Städten, sehen kann.


Seine Übertriebenheit, die Banane überall an Wänden hinzusprühen brachte ihn ordnerweise Schadenersatzklagen und eine U-Haft in München ein. Als der Künstler vor 25 Jahren Zivildienst leistete, fand er eines Tages ein Kruzifix auf dem Boden. Seine Banane, die er zum Frühstück bekam, musste für eine Bananenkreuzigung hinhalten. Spontan nahm er die Bananenschale als Arme und das Fruchtfleisch als Körper. Das war dann seine gekreuzigte Banane. Seit daher beschäftig er sich mit der Banane, die ihn als Künstler und Bananensprayer bekannt machte.


Besucht man den Künstler in seinem Atelier, trifft man auf Bananenaufkleber, gekreuzigte Bananen, mit Acryl bemalte Bananen, Sprühbananen und von Hand geschnittene Schablonen seiner Bananenkollektion. Seine Werke beinhalten nicht nur die Banane, sondern umfassen auch Zeichnungen, Fotocollage, Druckgrafiken aber auch Übermalungen von Fotos, die er ab und zu auch übersprüht. Im Jahre 1996 wurde die Ateliergemeinschaft CAP Cologne gegründet, die mittlerweile schon über 50 internationale Künstler aufweist.


Mit vielen verschiedenen Ausstellungen und Projekten macht Thomas Baumgärtel immer wieder auf sich aufmerksam. Wie zum Beispiel: 1992 mit den 9 Spraybananen zur Documenta 9 in Kassel. 1998 machte er mit seiner Aktion zum 750-jährigen Jubiläum des Kölner Doms aufsehen, weil er mit einer vier Tonnen schweren Skulptur in Bananenform, den Eingang des Doms versperrte. Von 1995 an macht er Bananenpointillismus mit kleinen gesprühten Leinwandarbeiten. Seit 2004 arbeitet er an der Serie “Goldstücke“ 2008-2010 sprayte er im Zug für das Projekt "100 Bananen für das Ruhrgebiet".


Zurzeit plant Thomas Baumgärtel, das Brandenburger Tor mit einer Riesenbanane auszustatten. Jedoch hat er erst vor Kürze wieder einmal eine Absage erhalten, die er nicht so schlimm auffasst, da er meinte, er habe Zeit zu warten. Für Thomas Baumgärtel ist die Banane wie ein Test an die beschenkten Institutionen. Er meint: “So wie die Banane behandelt wird, so geht man mit der Kunst um”.