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Ausstellungen 2018: Tipps für Freunde zeitgenössischer Kunst

Ausstellungen 2018: Tipps für Freunde zeitgenössischer Kunst

Das Ausstellungsjahr 2018 ist erst wenige Tage alt, wartet aber schon jetzt mit einer Vielzahl an Highlights auf, bei denen Sie als Freund zeitgenössischer Kunst auf ihre Kosten kommen. Ob Pop Art von Peter Saul und James Francis Gill, Installationen von Ilya und Emilia Kabakov oder ein Querschnitt des Schaffens von Otmar Alt - einige Termine sollten Sie sich nicht entgehen lassen und schon jetzt im Kalender vormerken. Wir präsentieren Ihnen hier einige der Höhepunkte dieses Jahres, beginnend mit Ausstellungen, die Sie schon jetzt besuchen können.

Noch bis 28. Januar: Peter Saul in der Sammlung Falckenberg (Deichtorhallen)


Peter Saul gilt in der Kunstszene als Querdenker und das nicht nur, weil er mit seinen Kunstwerken auf politische und soziale Missstände aufmerksam machen will. Der 83-jährige Kalifornier mit Wohnsitz in New York ist bekannt für seine einst als "badpaintings" ("schlechte Bilder") bezeichneten Werke, die sich stilistisch nur schwer einordnen lassen. Mit intensiven, teilweise grellen Farben erzählt jedes Bild eine Geschichte. Am ehesten lassen sie sich als bunte Mischung aus abstraktem Expressionismus, Surrealismus und Pop Art beschreiben. In der Sammlung Falckenberg in Harburg präsentieren die Hamburger Deichtorhallen seit Ende September 2017 rund 60 Arbeiten des heute 83-jährigen Kaliforniers.


Noch bis 11. Februar: "Janosch: Ammersee bis Panama" im Bauernhofmuseum Jexhof


Die Tigerente ist seine bekannteste Figur, doch Janosch, der mit bürgerlichem Namen Horst Eckert (geboren 1931) heißt, hat darüber hinaus auch viele Zeichnungen, Radierungen, Aquarelle und Ölbilder geschaffen. Sie sind genauso tiefsinnig und charmant wie seine Geschichten und erzählen von kleinen und großen Themen der Menschen. Einige seiner Werke zeigt das Bauernhofmuseum Jexhof in Schöngeising im Landkreis Fürstenfeldbruck aktuell im Rahmen der Ausstellung "Janosch: Vom Ammersee bis Panama. Aus Leben und Werk des Zeichners und Autors Horst Eckert".


Noch bis 18. Februar: "James Francis Gill - Pop Art & Cars" im MAC Museum Art & Cars


James Francis Gill (geboren 1934) ist seit den 1960er Jahren aus der amerikanischen Kunstszene nicht wegzudenken. Seine Werke wurden schon im Museum of Modern Art (New York) ausgestellt, teilweise zusammen mit denen anderer Pop Art-Größen wie Andy Warhol oder Roy Lichtenstein. Die Ausstellung "James Francis Gill - Pop Art & Cars" zeigt jüngere Werke und Arbeiten aus seiner frühen Zeit, die noch nie außerhalb der USA ausgestellt waren. Zusammen mit den Kunstwerken Gills sind amerikanische Fahrzeuge zu bewundern, die für ihn eine besondere Bedeutung haben wie zum Beispiel eine Corvette C1. Wegen des großen Besucherinteresses ist die Ausstellung im MAC Museum Art & Cars in Singen bis zum 18. Februar verlängert worden.


Noch bis 4. März: "James Rosenquist. Eintauchen ins Bild" im Museum Ludwig


Der Amerikaner James Rosenquist (1933-2017) gehört zu den Begründern der Pop Art. Bei all seinen Werken war es ihm ein Anliegen, den Betrachter nicht nur zu berühren, sondern in seine Kunst einzubeziehen. Hierfür nutzte er überdimensionale Formate und grelle Farben, die ein besonderes Erleben seiner Bilder und Installationen ermöglichen. Seine Kunstwerke finden sich in den wichtigsten Museen der Welt wie dem Guggenheim Museum und dem Museum of Modern Art in New York oder dem Centre Georges Pompidou in Paris. Als Hommage an den im März 2017 verstorbenen Künstler zeigt das Museum Ludwig in Köln in seiner (noch von dem Künstler selbst autorisierten) Ausstellung "James Rosenquist. Eintauchen ins Bild" eine große Auswahl seiner Werke.


21. Januar bis 29. April.: Georg Baselitz in der Fondation Beyeler und "Werke auf Papier" im Kunstmuseum Basel


Der Maler, Grafiker und Bildhauer Georg Baselitz (geboren 1938) gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern. Anlässlich des 80. Geburtstags von Georg Baselitz eröffnen im Januar gleich zwei Ausstellungen in Basel (Schweiz). Zum einen zeigt die Fondation Beyeler - in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler und dem Hirshhorn Museum and Sculpture Garden (Washington D.C.,USA) - eine Retroperspektive seines Schaffens. Darin sind rund 80 Gemälde und Skulpturen zu sehen, die zwischen 1959 und 2017 entstanden sind. Einige der neuen Werke wurden vorher noch nie öffentlich gezeigt. Parallel dazu ehrt das Kunstmuseum Basel den Künstler mit der Ausstellung "Werke auf Papier", in der 100 seiner großformatigen Zeichnungen aus den letzten 60 Jahren präsentiert werden.


26. Januar bis 18. März: Günther Uecker im Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren


Der deutsche Maler und Objektkünstler Günther Uecker (geboren 1930) wurde vor allem durch seine ausgefallenen Nagelbilder und Nagel-Reliefs national und international bekannt. Darüber hinaus schuf er verschiedenste andere künstlerische Objekte, die teilweise der kinetischen Kunst zugeordnet werden können, und erregte mit seinen Installationen bundesweit Aufsehen. Das Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren zeigt mit Ueckers Werkzyklus "Huldigung an Hafez" eine weitere Seite seines Schaffens. Die darin enthaltenen 42 Werke sollen einen Brückenschlag zwischen der persischen und deutschen Kultur bilden.


03. Februar bis 27. Mai: "Otmar Alt - Lebenswege" in der Kunsthalle Messmer


Farbenfroh und fantasievoll - so sind die Bilder von Otmar Alt (geboren 1940), der zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart gehört. Als Maler, Bildhauer, Grafiker und Designer drückt er seine Experimentierfreude und Kreativität auf unterschiedlichste Weise aus. Die Kunsthalle messmer in Riegel am Kaiserstuhl präsentiert in der Ausstellung "Otmar Alt - Lebenswege" einen bunten Querschnitt seines Schaffens.


09. Februar bis 28. Mai: Eduardo Paolozzi "Eduardo Paolozzi. Lots of Pictures - Lots of Fun" in der Berlinischen Galerie


Er gilt als einer der "innovativsten und respektlosesten Künstler der britischen Nachkriegsmoderne". Eduardo Paolozzi (1924-2005) ist der Wegbereiter der britischen Pop Art. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit der Schnittstelle von Mensch und Maschine. Hierfür nutzte er die unterschiedlichsten Materialien. Die Ausstellung "Eduardo Paolozzi. Lots of Pictures - Lots of Fun" in der Berlinischen Galerie (Museum für Moderne Kunst) zeigt eine große Auswahl seiner Werke mit dem Schwerpunkt auf Arbeiten aus den 1940er bis 1970er Jahren.


16. Februar bis 27. Mai: "Basquiat. Boom for Real" in der Schirn Kunsthalle


Die Kreativität von Jean-Michel Basquiat (1960-1988) drückte sich in den unterschiedlichsten Formen aus: Mit seinen Graffiti, Collagen, Installationen und seiner Malerei eroberte er die Kunstwelt New Yorks und erntete schon bald auch internationale Anerkennung. In Zusammenarbeit mit dem Barbican Centre in London zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt in der Ausstellung "Basquiat. Boom for Real" rund 100 Werke, die einen eindrucksvollen Überblick über das Leben und Werk des jung verstorbenen Künstlers geben.


26. April bis 02. September: Otto Waalkes im Caricatura Museum für Komische Kunst


Otto wird 70! Otto Waalkes ist nicht nur Schauspieler, Musiker, Regisseur und Synchronsprecher, sondern auch (Comic-)Zeichner und Grafiker. Seine bekannteste Figur ist der Ottifant, der sich in zahlreichen Gemälden des Ostfriesen wiederfindet. Darüber hinaus gehören Collagen mit Musikmotiven und Star-Wars-Motive zu den Werken des Allroundkünstlers. Ihm zu Ehren widmet das Caricatura Museum für Komische Kunst Frankfurt eine Sonderausstellung, in der viele seiner grafischen Arbeiten zu sehen sind.


18. Mai bis 15. Juli: Ilya und Emilia Kabakov "Two Times" in der Kunsthalle Rostock


Das in New York lebende Künstlerpaar Ilya und Emilia Kabakov ist für seine raumgreifenden Installationen und Gemälde bekannt. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Darunter ist auch der höchste japanische Kunstpreis "Premium Imperale", der als Nobelpreis der Kunst verstanden wird. Die Kunsthalle Rostock zeigt Gemälde aus verschiedenen Schaffensphasen des Paars. Parallel zu der Ausstellung "Two Times" findet die Einweihung eines "Ship of Tolerance" im Rostocker Stadthafen statt, wo das Schiff bis Oktober liegen wird. Dieses Projekt für mehr Toleranz und Respekt für fremde Kulturen ist eine Herzensangelegenheit von Ilya und Emilia Kabakov und wurde unter anderem schon in New York und Havanna realisiert.


19. Oktober bis 06. Dezember: Thomas Bayrle "FLANSCH" im Marburger Kunstverein


Als einer der wichtigsten deutschen Pop Art-Vertreter nutzt der Maler, Grafiker und Video-Künstler Thomas Bayrle (geboren 1937) neben traditionellen Techniken auch Computeranimationen für seine Werke. Typisch für seine Arbeiten sind die seriellen Elemente in seiner Bildgestaltung und die Motive aus der Welt der Konsumwaren - ähnlich wie bei Andy Warhol oder Roy Lichtenstein. Der Marburger Kunstverein zeigt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "50 Jahre '68" Bayrles Arbeiten in der Ausstellung "FLANSCH".