GALERIE ZIMMERMANN

Biographie von Volker Kühn

Volker Kühn  /  Art in Boxes

Der Künstler Volker Kühn ist international vor allem für seine Objektkästen bzw. Art in Boxes bekannt. Kühn wurde am 5. April 1948 in Neuenkirchen bei Bremen geboren. Er wuchs in der nahe gelegenen Gemeinde Lilienthal auf. Nach seiner Schulzeit entschloss er sich für eine Lehre zum Tischler, die er von 1965 bis 1968 im Künstlerdorf Worpswede absolvierte. Im Jahr seines Abschlusses begann er ein Studium an der Bremer Hochschule für Gestaltung. Er schrieb sich für den Fachbereich Bildhauerei und Plastiken ein und studierte unter anderem bei dem Maler und Glasbildner Johannes Schreiter, der für seine Brandcollagen bekannt ist. Im Jahr 1971 beendete Volker Kühn schließlich sein Kunststudium und eröffnete im folgenden Jahr seine erste eigene Galerie sowie ein Atelier in Lilienthal. Er stellte 1973 seine kinetischen Lichtobjekte im Kunstverein Unna und im Leopold-Hoesch-Museum in Düren aus. Ein Jahr später erhielt Kühn mit dem Förderpreis des Bremer Senats eine erste Würdigung seines künstlerischen Schaffens.


Galt sein Interesse bis dato vor allem der Plastik, so wandte sich Kühn ab 1975 verstärkt der Druckgrafik und der Zeichnung zu. Im Jahr 1976 gewann er den 1. Preis in dem Wettbewerb „Kunst im öffentlichen Raum" an der Bremer Hochschule für Nautik. Bald darauf schuf Volker Kühn seine ersten Minitatur-Radierungen. Diese Radierungen machten ihn in der Folge auch überregional bekannt. In den nächsten Jahren folgten eine Reihe von Ausstellungen, beginnend mit einer Einzelausstellung im Mönchehaus, dem Museum für moderne Kunst in Goslar. 1982 beteiligte er sich an mehreren Kunstmessen im Ausland, darunter die „Art Expo" in New York, die „Art" in Basel sowie die „Line Art" in Gent. Drei Jahre später wirkte er an der Gestaltung der Wertheim-Fassade am Berliner Kurfürstendamm mit. 1986 tourte Kühn mit seiner Ausstellung durch Japan. In der nächsten Zeit waren „Kühns Miniatur-Welten“ in vielen internationalen Ausstellungen auf der ganzen Welt zu sehen.


In dieser Zeit begann sich Volker Kühn zunehmend für die Objektkunst zu interessieren. „Man muss nur machen" lautet dabei sein Motto. Seitdem entstand eine große Anzahl dreidimensionaler Kunstwerke, die sogenannte Art in Boxes. Dabei handelt es sich laut Kühn um Momentaufnahmen auf kleinen Bühnen, die durchaus mit einem Augenzwinkern zu verstehen seien und den Betrachter zum Schmunzeln bringen sollen. In seinen kleinen Objektkästen stellt er Szenen aus dem Alltag mit einer Bildsprache dar, die überall auf der Welt von jedem verstanden wird. Kühn wurde durch diese Art Kunst international bekannt. Seine Kunstwerke werden in vielen namhaften Galerien ausgestellt. Im Jahr 1994 erschien sein Buch „Die Objekte", später folgen „Collection Band 1-3", ein Kalender sowie ein erstes Taschenbuch. Im April 2005 erregte Kühns Ausstellung „Elefantastic“ im Zoo Zürich Aufsehen, in der er seine private Sammlung von Elefantenobjekten der Öffentlichkeit präsentierte, die eine der größten ihrer Art auf der Welt ist. Diese Sammlung war zwei Jahre später ebenfalls in der Stadthalle Bremen zu sehen. Es folgten weitere Ausstellungen in Gießen und Lilienthal sowie die Auszeichnung mit der Ehrennadel der Gemeinde Lilienthal. Seit 2010 beschäftigt sich Kühn mit gerissenen Objekten aus Büttenpapier, den Blätterbildern.