GALERIE ZIMMERMANN

Neue Radierungen von Janosch

Janosch als Künstler

Heute sind bei uns in der Galerie neue Werke von Janosch erschienen:

Janosch - Wir gratulieren Ihnen

Janosch "Wir gratulieren Ihnen...."

Janosch, mit ursprünglichem Namen Horst Eckert, wurde 1931 in Hindenburg geboren. Er ist ein deutscher Maler, Schriftsteller und Kinderbuchautor. Bekannt wurde Janosch durch seine Kinderbücher. 
Janosch wuchs in einer gewalttätigen Familie und bei den Großeltern auf. Nach dem Krieg flüchtete er mit den Eltern von Schlesien nach Westdeutschland. Er studierte ab 1953 an der Akademie der Bildenden Künste in München, brach aber das Studium wegen "mangelnder Begabung" ab. 1960 kam sein erstes Kinderbuch heraus.
Zu seinen herausragenden Werken gehört das Buch "Oh wie schön ist Panama", in der ein Tiger und ein Bär nach Panama reisen. Die Grundaussage des Buches ist: "Wenn man einen Freund hat, braucht man sich vor nichts zu fürchten." 
Charakteristisch für Janosch ist sein Zeichenstil. Dieser ist kindlich naiv, die Zeichnungen sind wie Comics gemacht. Die Farben treten sehr bunt in Erscheinung, die Figuren sind meist schwarz umrahmt, und dann mit Farbe koloriert. Die Figur des gelben Tigers mit seinen Streifen in menschlicher Form ist einzigartig und ein eindeutiges Erkennungszeichen von Janosch. Ein zweites Erkennungszeichen ist der braune Bär, der den Tiger auf den Zeichnungen oftmals begleitet und in einer Situation darstellt, die eine Geschichte erzählt.
Der Maler schreibt seinen Namen auf seine Zeichnungen, also signiert sie mit Schreibschrift oder manchmal auch mit Blockbuchstaben. Seine Zeichnungen haben humoristische Details, üben aber auch Kritik an der Gesellschaft. Ein entscheidendes Element in seinen Zeichnungen ist die Sprache: mittels Sätzen oder Sprechblasen wird der Inhalt vermittelt und die Geschichte erzählt. Die Sprache ist also neben der Zeichnung als Stilmittel eingesetzt. Text und Zeichnung zusammen ergeben die Gesamtkomposition.
Eine weitere Figur neben dem gestreiften Tiger ist Wondrak. Wondrak erschien vor allem im ZEITMagazin. Hierbei ist die Ähnlichkeit der Figuren interessant: Wondrak trägt eine gelb gestreifte Hose und erinnert so frappant an den kleinen Tiger. Lediglich Wondraks Oberkörper ist nackt. Hiermit schlägt der Autor eine Brücke zwischen seinen Figuren: der Wieder-Erkennungswert ist sofort gegeben.

Janosch - Alles Gute

Janosch "Alle Gute, liebster Bär"
Udo Lindenberg und Likörelle versus Janosch
Ähnlich den Bildern von Janosch sind die Bilder vom Künstler Udo Lindenberg. Er hat eine eigene Technik entwickelt, die er Likörelle nennt. Sie ist eine Wortschöpfung aus Likör und Aquarell. Die Zeichnungen von Lindenberg sind nicht so fein in der Grafik und eckiger. Die Kolorierungen gehen oftmals in das nächste Feld hinein. Man würde vielleicht sagen, die Bilder sind schlampiger und dynamischer. An der Signatur erkennt man in jedem Fall die beiden Maler.