„Es scheint heute nicht übertrieben, Zero als die letzte Avantgarde unseres Jahrhunderts zu bezeichnen, wenn davon auszugehen ist, dass ein ‚Stoßtrupp’ als Künstlergemeinschaft antritt, die bis dato vorherrschenden Stile und Konzeptionen zu revolutionieren.“ Dieses Zitat stammt von Anette Kuhn und bringt das Anliegen der Künstlergruppe Zero auf den Punkt.
Ein Mitbegründer war der 1931 im hessischen Lollar geborene Heinz Mack. Internationales Renommee erhielt der Künstler durch seine Installationen und Reliefs die sich mit Licht beschäftigen. Seine Arbeit ist derart spektakulär, dass Werke von Heinz Mack mehrfach auf der Documenta zu sehen waren. Ebenso wieder fuhr ihm 1970 die Ehre, für Deutschland an der Biennale teilzunehmen.
Abbruch des Kunststudiums
Seine künstlerisch, akademische Laufbahn begann Heinz Mack 1950. In Düsseldorf bekam der angehende Künstler an der renommierten Kunstakademie einen Studienplatz. Aus unterschiedlichen Beweggründen wechselte Heinz Mack 1953 das Fach uns schrieb sich an der Kölner Universität für Philosophie ein. Mit dem entsprechenden Staatsexamen schloss er seine Hochschulausbildung erfolgreich ab.
Bereits 1956 faszinierte ihn Kunst und Licht miteinander zu verbinden. So beschäftigte sich Heinz Mack viel damit, wie sichVibrationen und Licht in Kunstwerken miteinander verbinden lassen. Dabei entstanden faszinierende Bilder. Auf jenen beschränkte sich Mack in der Farbgebung auf Werte der Schwarz- und Weißskala. Für seine späteren Lichtreliefs verwendete er Werkstoffe wie Aluminium und diverse Folien aus Metall.
Die legendäre ZERO Künstlergruppe ging aus einer Abendausstellung im Atelier von Heinz Mack im Frühjahr 1957 hervor. Ein Mitinitiator war sein Künstlerkollege Otto Piene. Zu der siebten Vernissage am Abend in seinem Atelier in der Gladbacher Straße erschien die erste Ausgabe der Kunstzeitschrift „ZERO“. Mit dem Objektkünstler Günther Uecker stieß 1961 als weiteres wichtigesMitglied zu der Gruppe.
Rotoren und Lichtmühlen
Aufsehen erregte Heinz Mack mit seinen Rotoren in der Kunstszene der sechziger Jahre. Unterschiedlich gestaltete Elemente der Kunstwerke wurden mit eigenen Motoren in Bewegung gesetzt. Ein Höhepunkt in der kinetischen Phase sind die Lichtmühlen, welche Heinz Mack in Zusammenarbeit mit Peine und Uecker realisierte.
Ein weiterer Meilenstein in der Biographie von Heinz Mack ist eine Bildsäulen-Dreiergruppe. Max Bill und er gestalteten in enger Zusammenarbeit den Entwurf für diese Installation.
1964 nahm Heinz Mack an der documenta III in Kassel teil. 1970 war er auf der Biennale in Venedig, deutscher Beitrag, (zusammen mit Thomas Lenk, Georg Karl Pfahler und Günther Uecker) vertreten. 1977 nahm er an der documenta 6 in Kassel teil. Im Jahr 1989 entwarf er zusammen mit Max Bill die Bildsäulen-Dreiergruppe.