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Thomas Baumgärtel

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Informationen über Thomas Baumgärtel

Thomas Baumgärtel - Der Bananensprayer

  
Bananen weisen den Weg zu Kunstorten
 
Kann das Sprayen einer Banane Kunst sein? Der 1960 in Rheinberg geborene deutsche Künstler Thomas Baumgärtel beweist es. Dabei begann seine unglaubliche Künstlergeschichte ganz unspektakulär und doch in einer für den Bananensprayer typischen Art. Es war 1983. Der junge Thomas Baumgärtel musste nach dem Abitur seinen Zivildienst ableisten. Dabei kreuzigte er eine Banane. Das Ganze wäre weniger spektakulär gewesen, hätte diese erste spontane Installation nicht im katholischen Krankenhaus seiner Heimatstadt statt gefunden. Drei Jahre später begann der er zum ersten Mal einen Ort der Kunst mit der Spraybanane zu kennzeichnen. Dies geschah in der so genannten Pochoir-Technik. Für ein Graffiti verwendete Baumgärtel eine Schablone. Im englischen Sprachraum wird diese Art der Spraytechnik auch als Stencil-Art bezeichnet.
 
Neu ist die Technik nicht. Bereits in der Steinzeit erzeugten die Menschen dadurch Kunstwerke, indem sie ihre Hände mit Farbe bespritzten, während sie diese an eine Höhlenwand pressten. Etliche Kunstexperten sehen die gesprayten Bananen als Hommage an Andy Warhol uns seine „Velvet-Underground-Banane“.
 
Was ist ein Kunstort?
 
Doch welche Locations kommen in den Genuss, ein Kunstort zu sein, der mit einer solchen markanten Banane gekennzeichnet wird? Schätzungsweise 4.000 Orte weltweite erhielten eine solche Frucht ungefragt an den Eingang gesprayt. Galerien und Museen betrachten es mittlerweile als Auszeichnung, derart geadelt zu werden. In Deutschland sind in Berlin, München, Düsseldorf und anderen Städten die nicht zu übersehenden Bananen angebracht.
 
Sich selbst unterwarf der Schöpfer dieser eigenwilligen Kunstform einer harten Ausbildung. So besuchte Thomas Baumgärtel an der Fachhhochschule in Köln den Meisterkurs von Professor Franz Dank. Ein weiters Studium, das der Künstler einschlug, war die Psychologie. Hinzu kam eine Ausbildung zum Kunsttherapeuten.
 
Baumgärtel bewegt die Kunstszene
 
Global ist Thomas Baumgärtel aus der Kunstszene nicht mehr wegzudenken. Besonders erfreut waren die Verehrer seiner Kunst, als 1988 das Buch über Kunstorte erschien. Zuvor waren lediglich Gerüchte über eine derartige Publikation im Umlauf. Für die Documenta 9 gaben die Veranstalter 9 gesprayte Bananen bei Baumgärtel in Auftrag.
 
1996 machte Thomas Baumgärtel wieder positive Schlagzeilen. Mit weiteren Kunstschaffenden schloss er sich zu einer produktiven Ateliergemeinschaft zusammen. „CAP Cologne“ heißt dieses bis heute existierende Projekt. Eine weitere freundschaftliche Fusion erfolgte 1998. So war Thomas Baumgärtel maßgeblich an de Gründung von „König der Herzen“ beteiligt. Eine populäre deutsche Künstlergruppe.
 
Für diverse Arbeiten konnte Baumgärtel in der Vergangenheit verpflichtet werden. Dazu zählt eine 1999 begonnene Arbeit mit dem Thema der deutschen Wiedervereinigung. Seine Heimat, das Ruhrgebiet, kam 2008 in den Genuss von 53 kunstvoll gesprayten Bananen.
 
Interview mit Thomas Baumgärtel:
 
 
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