Günther Uecker

"Interferenzen 1993"
Technik: Mischtechnik auf Papier
Maße (BxH): 57 x 75 cm
Handsigniert: Nein
Entstehungsjahr: 1993
Auflage: 100
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Günther Uecker
"Interferenzen 1993"
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Günther Uecker ist ein deutscher Maler und Objektkünstler, der es durch seine ungewöhnlichen Kunstwerke zu nationaler und internationaler Berühmtheit gebracht hat. Günther Uecker lebt und arbeitet heute in Düsseldorf und St Gallen und besitzt in Berlin ein Atelier. Ein Teil seines umfangreichen Werkes kann dem Bereich der kinetischen Kunst zugeordnet werden.

Ausgefallene Nagelbilder & Nagel-Reliefs

Günther Uecker wurde 1930 in Wendorf in Pommern geboren und wuchs auf der Halbinsel Wustrow in der Mecklenburger Bucht auf. Von 1949 bis 1953 studierte er Malerei in Wismar und an der Kunstakademie in Berlin-Weißensee. 1951 war es ihm aufgrund der Weltjugendfestspiele erstmalig möglich, Westberlin zu besuchen, wo er auch das erste Mal mit abstrakter Kunst in Berührung kam, was ihn nachhaltig prägte.

Nachdem Aufstand vom 17. Juni verließ Uecker die DDR und lebte in Westberlin. In dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit philosophischen Themen und viele seiner späteren Arbeiten wurden durch diese Zeit der Veränderung beeinflusst. Sein großes Vorbild war der Maler und Bildhauer Otto Pankok. Bei diesem studierte er von 1955 bis 1957 an der Kunstakademie Düsseldorf. Zu dieser Zeit erstanden auch die ersten seiner typischen Nagelbilder. Diese sind dreidimensionale Reliefs aus Nägeln, deren Schattenspiel schon beinahe ein Eigenleben besitzen und den Betrachter schnell in ihren Bann ziehen. Später, in den 60er Jahren, versah er auch Alltagsgegenstände, wie Teller, mit Nägeln und schaffte so neue Nagel-Reliefs.

ZERO

1961 trat Günther Uecker der Künstlergruppe ZERO bei. Die Gruppe war von Heinz Mack und Otto Piene gegründet worden. ZERO steht hier für „die Stunde null“. Man fand, die Kunst sei zu befrachtet und es bräuchte eine Befreiung, einen Neuanfang. Die Gruppe betrachtete ihre Kunst als einen Übergang, einen Moment zwischen zwei Zuständen. Sie realisierten zusammen faszinierende lichtkinetische Objekte und fanden so neuartige Wege der Darstellung. In diesem Rahmen kam es auch zur der kontrovers diskutierten Aufführung des sogenannten „Terrororchester“ in der Kunsthalle Basel. Günther Uecker inszenierte eine Lärmmaschine mit mehr als 20 lauten Maschinen wie z.B. Staubsaugern.

Günther Uecker ist es gelungen, die Ziele der Gruppe ZERO umzusetzen und die Kunst durch neue Impulse zu bereichern. Er arbeitete mit ungewöhnlichen Materialien, denen er eine überraschende Wirkung verlieh: Es wäre beispielsweise naheliegend gewesen, Nägel für die spaltenden oder zerstörerischen Prozesse eines aggressiven Kunststils zu nutzen. Stattdessen schuf Günther Uecker aus dem Bauzubehör faszinierende Oberflächen, die teilweise eine meditative Aura entfalten und den Betrachter zu einer veränderten Sichtweise einladen. 

Denkanstöße eines friedvollen Künstlers 

Barrikaden in den Köpfen lösen: Diese Intention zieht sich wie ein roter Faden durch die Werke von Günther Uecker, der sich selbst weniger der intellektuellen Kunstszene als dem kreativen Handwerk zuordnet. Nach seiner Präsenz auf der Biennale von Venedig im Jahr 1970 widmete er sich verstärkt inspirierenden Reisen, die ihn unter anderem nach Japan, Sibirien und Island führten. Ab den 1980ern setzte sich Uecker zunehmend mit politischen Themen auseinander. 

International bedeutend ist der Zyklus "Aschebilder", der sich mit der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl befasst. Ein Ort der Toleranz schwebte dem bekennenden Pazifist vor, als er 1999 den Andachtsraum des Berliner Reichstagsgebäudes gestaltete. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern, verdeutlichen Ueckers Relevanz für die moderne Kunstgeschichte. Er selbst setzt sich dafür ein, dass Nachwuchskünstler ihre innovativen Ideen in die Tat umsetzen können.

2008 gründete Uecker zusammen mit den ZERO-Künstlern Heinz Mack und Otto Pinie die „Zero foundation“. Auch die Stiftung Museum Kunstpalast ist an der „Zero foundation“ beteiligt. Die Stiftung hat ihren Sitz in Düsseldorf. Zu den Zielen gehört es, die ZERO Bewegung zu erhalten und zu fördern.

WEITERE BILDER VON „Günther Uecker“

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