Damien Hirst
Der britische Kurator und Künstler Damien Hirst wurde am 7. Juni 1965 im englischen Bristol, als Sohn eines Automechanikers geboren.
Schon in seiner Jugend stellte sich sein Talent heraus. Von 1986-1989, nach Abschuss des Abiturs studierte er am Londoner "Goldsmith College" freie Kunst. Bereits zu dieser Zeit galt Hirst als Rebell. Im Jahr 1988 gründete Damien Hirst gemeinsam mit anderen Studenten die Londoner Künstlerbewegung "Young British Artists". Noch zu Studienzeiten wurde ihm die Verantwortung für die Planung einer Ausstellung übertragen, die im Londoner Hafenviertel, in einem Lagerhaus stattfand. Diese Ausstellung mit dem Titel "Freeze" zeigte Werke von Hirst selbst aber auch Werke seiner Mitstudenten.
Charles Saatchi wurde bei dieser Ausstellung auf Damien Hirst aufmerksam und begann ihn von da an zu fördern. Im Jahr 1991 konnte er seine erste Einzelausstattung in London, in der Woodstock Street Gallery zeigen, die den Titel "In and Out of Love" hatte.
Seine erste "Tier-Installation" mit dem Titel "A Thousand Years" wurde ebenfalls in diesem Zeitraum der Öffentlichkeit präsentiert. Diese stellte einen verwesenden Rinderkopf dar, an dem sich Fliegen und Maden labten. Das Kunstwerk befand sich in einem großen Glaskasten. Die Reaktion der Betrachter war kontrovers und ging von Angewidertheit über Ekel bis hin zur Euphorie über diese Innovation. Sein Gönner Saatchi jedoch war auch weiterhin von Hirst Rebellion und Extrovertiertheit überzeugt.
In der Saatchi Gallery, im Londoner Norden wurde 1992 die erste "Young British Artists" Ausstellung präsentiert, wo Hirst neben "A Thousand Years" auch sein bekanntestes Werk "The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living" zeigte. In einem Glasstank konservierte er in Formaldehyd einen 14 Fuß langen Tigerhai.
Damien Hirst wurde vor allem bekannt durch seine provozierenden Plastiken. Diese beschäftigen sich mit dem Leben, dem Tod und der Krankheit. Die bekanntesten Werke zeigen Tierkörper die in Formaldehyd eingelegt sind aber auch einen menschlichen Schädel der mit Diamanten besetzt ist. Dieser hat den Titel " For the Love of God".
Das Schaf entstand 1994 unter dem Titel "Away from the Flock" und wurde in der Ausstellung "Some Went Mad, Some Ran Away" gezeigt. Seine Werke führten immer wieder zu Protesten der Tierschützer. 1995 wurde Hirst der "Turner Prize" verliehen und seit diesem Zeitpunkt wurden seine Ausstellungen auch weltweit gezeigt. Seit 1996 begann er seine Kreativität auch auf andere Bereiche zu erweitern. So eröffnete er ein Restaurant in London, produzierte einen Kurzfilm mit dem Titel "Hanging Around", produzierte ein Pop Musikalbum "Vindaloo" und schrieb 1998 seine Autobiografie mit 33 Jahren.
Die "New York Show" im Jahr 2000 wurde zu einer seiner größten Ausstellungserfolge. Das Werk "Hymn" wurde dabei ausgestellt, was Charles Saatchi für 1 Million Pfund erwarb.
Damien Hirst ist Vater zweier Söhne und verheiratet mit der Amerikanerin Maria Norman.