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Jörg Döring über Marilyn Monroe:
...Marilyn? Ist doch nichts wirklich Neues! Jaja, stimmt schon... und wieder auch nicht...JD liebt Themen, die offensichtlich bis zuletzt erzählt sind. Von allen vor ihm bereits be- und verarbeitet wurden...
Es fing sehr klein an. Recherche für die Serie NJB. Immer neues Material kommt zusammen. Unbekannte Fotos, unbekannte Dokumente unbekannte Zitate. Rohstoff. Vieles erzählt von einer komplett anderen Persönlichkeit. Einer, die bisher so noch nicht gezeigt wurde. Warum nicht? Damit war die Aufgabe gestellt. Die Ikone aus der Reduzierung auf ein Dekor herauszulösen. Fotos, die unglaubliche Vitalität zeigen, Präsenz und Ausstrahlung in jedem Augenblick, selbst in den verworfenen Momenten. Natürlichkeit neben künstlichen Abbildungen, im Kontrast die Zeitgeschichte. Die permanente Beobachtung durch Presse, Publikum und das FBI.
Die Zitate stehen im Gegensatz zum Motiv oder wirken unterstützend, sind mit- unter bis heute aktuell. Zitate, die sehr wohl darstellen, dass das Blondchenimage ein Job war, ein Kalkül und Werkzeug, dem sich bis heute kaum jemand entziehen kann.....
Bekanntes und Banales einzufügen wird vermieden. Einzig der Ursprung für Warhols MM-Serien findet auch Eingang. Als Dokument, als Hinweis auf eine ehemals reale Person für seinen Ausgangspunkt. Er hat sie damit zur Ikone gemacht, zum Plastik- pop, die Story ist damit aber nicht komplett. Die meisten Arbeiten werden als Unikat angefertigt, vielleicht als Gegengewicht zur unendlichen stereotypen Reproduktion der Marilyn Monroe..... |