Stefan Szczesny "Mallorca Dorf"

Technik: Siebdruck
Maße (BxH): 60 x 80 cm
Handsigniert: Ja
Entstehungsjahr: 2000
Auflage: 120
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Stefan Szczesny

Stefan Szczesny ist ein deutscher Maler, der in den 1980er durch seine Zugehörigkeit zu den „Jungen Wilden“ bekannt wurde. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter dieser Gruppe.
Studium und erste Schritte
Stefan Szczesny wurde 1951 in München geboren. Seine Eltern waren die Dramaturgin Martha Meuffels und der Schriftsteller Gerhard Szczesny. Nach dem Abitur besuchte Szczesny von 1967 bis 1969 eine private Schule für freie und angewandte Kunst in München, bevor er an der Akademie der Bildenden Künste München studierte. Es folgte ein Gaststudium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität München. Während seines Studiums arbeitete Stefan Szczesny für eine Abendzeitung als freier Kunstkritiker. Nach seinem Studium reiste er viel und beschäftige sich dabei unter anderem ausführlich mit der italienischen Renaissance. In den 80er Jahren wurde er dann zunehmend zum Protagonisten der „Jungen Wilden.“

Die „Jungen Wilden“
1981 organisierte Stefan Szczesny die „Rundschau Deutschland“, eine Ausstellung, in der die „Jungen Wilden“ ihre Werke und ihre Kunstauffassung einem größeren Publikum vorstellten. Der Kritiker Helmut Schneider schrieb in der Zeit über die Ausstellung: „[...] Diese Bilder sind Beispiele einer Instant-Malerei, bestimmt zum sofortigen Verbrauch, heute gerade noch aktuell, morgen schon nicht mehr. Sie verdeutlichen aber auch den Bewußtseinszustand von Jugendlichen. No future, keine Zukunft.“ (Quelle: Helmut Schneider – zeit.de)

Die „Jungen Wilden“ stehen für eine lebensbejahende, lebendige Kunst mit neoexpressionistischen Zügen, Farbigkeit und Pinselstrich sind durch lebhafte, freie Umsetzung geprägt, was in den Arbeiten von Stefan Szczesny immer wieder zu sehen ist. Die Motive der „Jungen Wilden“ entstehen aus Emotionen, welcher Art auch immer: sei es Angst, Freude oder Vergnügen. Diese Gefühle werden direkt und ungefiltert in Kunst umgesetzt und erscheinen so auch dem Betrachter intensiv und unmittelbar. Ziel war es, dem klaren, kühlen Stil der 1970er Jahre etwas Neues, Buntes entgegenzusetzen und auf diese Weise eine eigene Sprache und einen eignen Ausdruck zu finden.

Stefan Szczesny war auch an mehreren Architekturprojekten beteiligt, unter anderem bei Kempinski Art Project (1998/1999) oder auch das Kunstprojekt Hotel Voltaire in Potsdam, dass er zusammen mit Elvira Bach und Dieter Hacker gestaltete (1995).

Stefan Szczesny arbeitet heute in Saint-Tropez und in Berlin. 2002 erschien „Szczesny – The Film“ von Curt Faudon, der bei den Festspielen in Cannes uraufgeführt wurde.