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< Shepard Fairey >


Shepard Fairey


Der zeitgenössische Künstler, Grafiker und Illustrator Frank Shepard Fairey, wurde am 15. Februar 1970 in Charleston, im US-Bundesstaat South Carolina geboren und ist heute aus der Skateboard-Szene gar nicht mehr wegzudenken.
Während seines Studiums an der Rhode Island School of Design, kam ihm 1989 die Idee zu der Aufkleberkampagne „­André the Giant Has a Posse“, mit der er letztendlich auch bekannt wurde. Unter Mitarbeit und Reproduktion dieser Aufkleber entwickelte sich schließlich die ­„Obey Giant“-Kampagne. 1990 verfasste Shepard Fairey ein Manifest, indem er seine Arbeit mit dem Konzept der Phänomenologie von Martin Heideggers verbindet.

1992, nachdem er seinen Abschluss als Bachelor of Arts in Illustration in der Tasche hatte, gründete er auf Rhode Island die kleine Druckerei Alternate Graphics und spezialisierte sich auf den Siebdruck von Aufklebern und T-Shirts. Weltweit bekannt wurde Fairey durch die Kurzfilmdokumentation „André the Giant Has a Posse“, in der die Filmemacherin Helen Stickler ihn und seine Kunst vorstellt und der zwischen 1995 und 1997 auf diversen Festivals und in vielen Museen gezeigt wurde.
Zusammen mit Phillip DeWollf und Dave Kinsey gründete der Künstler 1997 eine Designagentur mit dem Namen "BLK/MRKT". Diese Agentur spezialisierte sich auf die Entwicklung von „high-impact marketing“-Kampagnen und Guerilla-Marketing und zählte namhafte Kunden wie Netscape, Pepsi und Hasbro zu seinen Kunden.
Diese Agentur verließ er aber 2003 und gründete im selben Jahr seine eigene Agentur "Studio Number One". Inzwischen zählen Nike, Adidas und Virgin zu seinen Kunden und er entwickelte das Label "OBEY clothing".

 


„Supply and Demand: The Art of Shepard Fairey“
 

Mittlerweile gibt es auch noch eine Kunst- und Kulturzeitschrift, das Swindle Magazine, welche er seit 2004 zusammen mit Roger Gastman herausbringt und 2006 wurde sogar ein Buch über ihn und seine Arbeit veröffentlicht, mit dem Titel „Supply and Demand: The Art of Shepard Fairey“.
Neben der Kunst und dem Grafikdesign hat Fairey aber noch eine andere Leidenschaft, die Musik. Aus diesem Grund tritt, der an Diabetes erkrankte Künstler, auch unter den Namen Emcee Insulin und DJ Diabetic in einigen Clubs auf.
Fairey, seine Frau und seine Töchter haben sich vor einiger Zeit in der Künstler-Metropole Los Angeles niedergelassen.

Seine bisher wohl bekannteste Arbeit ist das „HOPE“ Plakat, welches er während der US-Präsidentschaftswahlen 2008 für die ­Obama-Kampagne entworfen hat. Dieses in den Nationalfarben rot, blau und weiß ­gehaltene Plakat, wurde nach Obamas Amtseinführung von der Smithsonian Institution gekauft und hängt seitdem in der National Portrait Gallery in Washington D. C.

Fairey hatte als Vorlage für dieses Plakat ein Foto aus dem Internet verwendet, welches vom AP-Fotografen Mannie Garcia geschossen wurde und dessen Rechte die Nachrichtenagentur Associated Press besitzt. Aus diesem Grund gab es auch einen Urheberrechtsstreit zwischen Associated Press und Fairey, der im Januar 2011 mit der Einigung, sich das Urheberrecht für "HOPE" zu teilen, endete. Außerdem vereinbarten die beiden Parteien, dass sie zukünftig zusammenarbeiten wollen und Fairey für seine Plakate die Fotos der Agentur benutzen will.