< A. R. Penck >
A.R. Penck, bürgerlich Ralf Winkler, gehört zu der Deutschen Künstlergruppe "Die jungen Wilden". Zurzeit arbeitet Penck als Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf und seine Arbeiten erfreuen sich großer Beliebtheit.
Video über die Arbeit von A.R. Penck
A.R. Penck: Weltweit bekannt
Was haben das Museum oder Modern Art in New York, die städtische Galerie Dresden, das Musee d´Art Moderne et Contemporain de Strasbourg und die Hamburger Kunsthalle gemeinsam? In jeder dieser exquisiten Sammlungen, sind öffentlich Werke von dem deutschen Gegenwartskünstler A.R. Penck zu sehen. Neben seinem einzigartigen künstlerischen Tun, ist die Biographie von A.R. Penck ungewöhnlich.
Am 5. Oktober 1939 kam der spätere Künstler als Ralf Winkler in Dresden zur Welt. Bei dem bekannten ostdeutschen Maler Jürgen Böttcher absolvierte A.R. Penck zwischen 1953 und 1954 seine zeichnerische Grundausbildung im Rahmen von einem Volkshochschulkurs. Damit befand sich A.R. Penck in bester Gesellschaft. Maler wie Peter Herrmann oder Peter Makolies fanden über diese Zeichenkurse bei Jürgen Böttcher ihren Weg in die Kunst. Schließlich hatte dieser in den Jahren 1949 bis 1953 in Dresden an der Hochschule für bildende Künste gelehrt. A.R. Penck hatte sich dort viermal ohne Erfolg um einen Studienplatz beworben. Ebenso wenig fand er Aufnahme in die Hochschule für Bildende und Angewandte Künste in Ostberlin. Als Nachtwächter, Kleinkunstdarsteller, Postbote oder Heizer schlug sich der A.R. Penck durch die sozialistische Arbeitswelt. 1966 nahm ihn der Verband der bildenden Künstler der DDR auf. Der Maler, Grafiker und Bildhauer nannte sich ab diesem Zeitpunkt A.R. Penck, nach einem bedeutenden Geologen. Bereits drei Jahre später fiel der ambitionierte und regimekritische Künstler negativ der Staatssicherheit auf. Die Konsequenz: Ausschluss aus dem Verband und Konfiszierung einiger seiner Bilder. Unter den Pseudonymen Mike Hammer oder T.M. tauchten von ihm 1973 neue Kunstwerke auf. In den darauf folgenden Jahren entwickelte sich A.R. Penck zu einem aktiven Dissidenten. Als er 1975 von der Westberliner Akademie der Künste mit dem Willi-Grohmann-Preis ausgezeichnet wurde, fiel er noch mehr in den Fokus der Staatssicherheit. Ebenso blieb seine Freundschaft mit dem westdeutschen Maler Jörg Immendorf den Spitzeln nicht verborgen. Er verließ die DDR. Seine erste Station im Westen war Kerpen. Nach einem Intermezzo in London und einer Professur in der Düsseldorfer Kunstakademie, fand 1987 A.R. Penck in Dublin (Irland) seine endgültige neue Heimat.
Winkler gehört zu den wenigen deutschen Künstlern der Gegenwart, die in der Grafik, der Malerei und Bildhauerei zu großen Ehren gekommen sind. Im Gegensatz zu Keith Haring sind die von P.R.Penck charakteristischen Strichmännchen weniger Graffitihaft. Eher erinnern sie an die Malereien der Menschen in der Steinzeit. Auch den Einfluss der Kalligrafie aus Asien können seine Standart-Bilder nicht verleugnen. Diese archaisch anmutenden Figuren sind sein künstlerisches Markenzeichen geworden.





