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Galerie Zimmermann & Heitmann
Virtuelles Forum für Kunst

Die Inszenierung des Todes
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Victoria
Moderator


Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 835
Wohnort: Regensburg

BeitragVerfasst am: 06.05.2008, 01:19    Titel:

hi

habe gesehen, die Berichterstattung über Gregor Schneider hat aufgehört. Der "Skandal" ist fürs Erste offenbar verpufft.

es gäbe da sehr viel, was man machen könnte, Leute/Organisationen, die man einbinden könnte.

muss echt gestehen, ich fänd es sehr spannend, wenn ich mit Gregor Schneider mal persönlich sprechen könnte. gibt so viele Dinge, die ich gerne Fragen möchte.

ich traue mich aber nicht, einfach so mal Kontakt mit ihm aufzunehmen. bin da etwa schüchtern.

naja, ich denke mal drüber nach.

das Thema beschäftigt mich, muss ich ehrlich zugeben.

LG
Vicky
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Jeden Tag leiden Millionen Menschen unter Monogamie. Es gibt noch keine bekannte Heilmethode. ---

Böse Raubtiere!
Wie gemein, wenn die Löwen hilflose Antilopenbabys fressen. Die sollten sich lieber an Spanferkel und Lammkotelett halten!
© Peter Hohl
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Nikolas



Anmeldungsdatum: 28.08.2007
Beiträge: 261

BeitragVerfasst am: 08.05.2008, 00:14    Titel:

das hab ich auch gesehen, dass es wieder ruhig wird um Gregor Schneider. vielleicht hören dann auch die Morddrohungen und sonstige Drohungen gegen ihn auf, wenn die Leute langsam das Interesse dran verlieren.

es wäre ihm zu wünschen.

ich finde es immer noch erstaunlich, dass bei dem Thema so große Wellen hochschlagen, aber so richtig damit auseinandersetzen, will sich niemand. das ist sehr schade.

außer natürlich Vicky, die Wühlmaus, die sich da richtig reingesteigert hat.
Hallo und Willkommen an unseren Neuzugang Gene.
Find ich prima, dass Du hier bist und Dich beteiligst!

Lg
Nicky
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Unser Schicksal wird mehr vom Zufall bestimmt, als von sorgfältiger Planung.
Peter Tremayne: Verneig dich vor dem Tod
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Victoria
Moderator


Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 835
Wohnort: Regensburg

BeitragVerfasst am: 12.05.2008, 04:02    Titel:

hab grad mal nachgesehen in den Nachrichten, ob Gregor Schneider noch erwähnt wird. es scheint tatsächlich Ruhe eingekehrt zu sein. Hoffentlich auch für Gregor Schneider.

ich find das Thema einfach wichtig.

eigentlich ahtte ich gehofft, dass sich in der Presse/Medien etc. nach dem Sturm der Entrüstung vielleicht noch ein paar Stimmen melden würden, die mal gründlich über das Thema nachgedacht hätten. aber da hab ich wohl vergeblich gehofft. das ist sehr schade.

ist das alles, was dazu im Angebot ist? Entrüstung und Schweigen?
das ist sehr traurig.

erinnert Ihr Euch noch an Terry Schiavo? sie starb vor ein paar Jahren sehr öffentlich.

hier dazu die Fakten
http://de.wikipedia.org/wiki/Terri_Schiavo
ich will hier eigentlich keine Debatte über Sterbehilfe/Einstellen lebensverlängernder Maßnahmen vom Zaum brechen. obwohl, wenn ich so drüber nachdenke, das gehört defonitiv auch zu dem Thema das wir gerade diskutieren.

fühlt sich jemand angesprochen und mag was dazu sagen?
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Victoria
Moderator


Anmeldungsdatum: 02.08.2007
Beiträge: 835
Wohnort: Regensburg

BeitragVerfasst am: 12.05.2008, 04:04    Titel:

hab grad bei den Links im Artikel zu Terry Schiavo gestöbert und das hier gefunden:

Sterben heute: biopolitisch und medientauglich

http://www.akweb.de/ak_s/ak494/20.htm

so sind wir also wieder beim Ausgangsthema angelangt.
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G.S.



Anmeldungsdatum: 03.08.2007
Beiträge: 191
Wohnort: Kt. AG, Schweiz

BeitragVerfasst am: 23.05.2008, 13:20    Titel:

Zitat:
ich frage mich, darf Kunst so etwas? ein Tabu so deutlich zu brechen?

Ja, sie darf. Und...
...ja, sie soll.

In unserer Gesellschaft gibt es einige Tabuthemen - und nur weil man nicht darüber spricht, heisst das nicht, dass es uns nicht gut tun würde, uns damit zu befassen.

Ich erinnere mich an eine Fernsehdokumentation des Schweizer Fernsehens, die ein krebskrankes Kind begleitete. Es war ausgemacht, mit den Eltern, mit dem Kind, alle wussten, es wird wohl keine Heilung mehr möglich sein.

Ich erinnere mich gut, wie es mir kalt den Rücken runter gelaufen ist - auch an meine Tränen.

Nun, ganz vergleichbar ist dies nicht...
...aber vielleicht löst auch so eine Ausstellung in manchem Menschen etwas aus, das Wurzeln schlagen wird.

Lasst die Kunst so lange walten wie sie sich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen bewegt.

Freundliche Grüsse
G.S.


...ich finde es toll, welche Themen Ihr hier in letzter Zeit angesprochen habt. Ich war viel zu lange nicht mehr hier!
_________________
If you can dream it, you can do it.
***
Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muß man es vorwärts.
(Sören Kierkegaard )
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Nordlicht
Gast





BeitragVerfasst am: 24.05.2008, 08:24    Titel:

Ich frage mich ja, woher kommen Tabus?

Es muss doch auch einen Grund geben, dass sie überhaupt entstanden sind. Beim Tod könnte ich mir vorstellen, dass man nicht darüber redet, weil es bei jedem Menschen schmerzhafte Erinnerungen an Verluste heraufbeschwören kann. Es ist also eine "Fettnäpfchenvermeidungsstrategie", wenn ich meinen Gesprächspartner nicht unvermittelt in Tränen aufgelöst sehen will.

Die Kunst allgemein und im großen Ganzen kann sich so einen Tabubruch leisten und anonym aussprechen, was man selbst nicht in Worte fassen kann. Dann bin ich auch durchaus dafür, weil es doch hilft, diese aufgestauten bzw. verdrängten Gefühle zuzulassen und den Knoten nach und nach zu lösen.

Aber man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass es Tabus gibt, die gut und richtig sind! So sollte jeder insbesondere jede Frau darauf vertrauen können, dass sie nicht angegrabscht wird; auch das ein Tabu. Weiter wäre es schön, wenn man sich auf das Ehrenwort verlassen könnte, und es eben nicht nur ein "Ver-Sprechen" war. Wer sich z.B. über die Bitte, keinen Kontakt mehr zu wollen, hinweg setzt ist effektiv auch schon ein Stalker. So heißt wohl die neue Modekrankheit einer Gesellschaft, in der man es sich zum Sport macht, alle möglichen Tabus zu brechen.

Nordlicht
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