merkliste
newsletter
HERR
FRAU
NAME
EMAIL
Newsletter absenden

facebooktwittertwitter

< Christo >


Christo & Jeanne-Claude
 

Wer kennt dieses Künstlerehepaar nicht? Durch spektakuläre Projekte wie die Verpackung des Reichstages, Central Parks, Pont Neuf und vielen anderen Aktionen wurden sie international bekannt. Das Besondere an den Aktionen von Christo & Jeanne-Claude ist, dass sie diese komplett selbst finanzieren und so ohne Sponsoren auskommen, die ihnen laut Christo selbst "reinreden".

Interview mit Christo & Jeanne-Claude:

 

Fünf Millionen Besucher pilgerten vom 17 Juni bis 7. Juli 1994 zum Reichstag in Berlin. Der 1884 errichtete Parlamentsbau präsentierte sich als Kunstwerk. Über 100.000 Quadratmeter Stoffbahnen verhüllten den historischen Bau. Zwei außergewöhnliche Künstler hatten dieses Installation realisiert: Jeanne-Claude und Christo.

 

Am 13. Juni 1935 wurden Jeanne-Claude und Christo Vladimirov Javacheff geboren. Sie im damals französischen Casablanca und ihr späterer Gatte im bulgarischen Gabrowo. 1953 besuchte der talentierte 18jährige die Akademie der schönen Künste in Sofia. Doch der kreative Nachwuchskünstler eckte mit seiner individuellen Art sehr bald bei den kommunistischen Kadern im Lehrkörper an. Nach vier Jahren intensiv Abwägens entschloss er sich zur Flucht. Seine erste Station im Westen war Wien. Hier schrieb er sich bei der renommierten Akademie der schönen Künste ein und besuchte sie für ein Semester. Den ruhelosen Christo zog es weiter. Zuerst nach Genf und anschließend nach Paris. Hier traf er 1958 seine spätere Ehefrau Jeanne-Claude. Die ersten acht Jahre wuchs sie ohne Mutter auf und lebte in Casablanca bei ihrem Vater. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges übte ihre Mutter das Sorgerecht aus und heiratete in zweiter Ehe einen hochdekorierten General. Mit ihm und Jeanne-Claude lebte sie zuerst in Paris, zwischenzeitlich war die Familie wieder in Casablanca beheimatet.

 

In Paris schlug sich Christo mehr schlecht als recht durch. Als Straßenkünstler portraitierte er Passanten. 1958 verhüllte der bulgarische Künstler zum ersten Mal ein Objekt: Eine leere Farbdose packte er als Kunstwerk in eine behandelte Leinwand ein. Seine Inspiration dazu holte er sich von dem katalanischen Künstler Joan Miro. Durch einen Zufall lernte Christo im 1958 seine spätere Frau Jeanne-Claude kennen. Die Mutter der späteren Künstlerin beauftragte den jungen Maler mit einem Portrait von sich. Precilda de Guillebon war begeistert von den vorzüglichen Arbeiten Christos. Langsam kamen im Zuge dieser Arbeiten sich die junge Frau und der Künstler kennen. Seitdem sind beide ein Paar. 1960 kam der erste Sohn zur Welt. Die Eltern von Jeanne-Claude standen der Beziehung alles andere als positiv gegenüber.

 

Künstlerisch ging es bei Christo steil bergauf. 1961 verhüllten beide leere Ölfässer im Binnenhafen von Köln. Bei der Documenta 1968 stand der Beitrag des Künstlerpaares und keinem guten Stern. Bei dem Ballon kam es zu erheblichen Materialproblemen. Ein Jahr später wurden Christo und Jeanne-Claude Welt bekannt. Mit 93.000 Quadratmetern Stoff verhüllten sie einen Küstenabschnitt in Australien. Es folgte die Installation Valley Courtain, bei dem ein Gebirgstal in den Rocky Mountains. Ein Sturm vernichtet das Kunstwerk. Es folgten weitere Highlights mit der Umhüllung von Inseln vor Florida und der verhüllte Pont Neuf. Das kreative Ehepaar plant auch in der Zukunft weitere spektakuläre Installationen.

 

Weitere Informationen zu Christo