GALERIE ZIMMERMANN

Neue Motive von Arnulf Rainer

Heute sind 2 Radierungen von Arnulf Rainer bei uns in der Galerie erschienen:

"Strichelei mit Herz" Rainer Arnulf

Rainer Arnulf
"Strichelei mit Herz"
2013
Kaltnadel mit Zinkklischee
Format: 68 x 50 cm
Auflage 25 Exemplare,
handsigniert und nummeriert,
zzgl. 4 E.A. Exemplare + 2 H.C. Exemplare
Subskriptionspreis bis 30.11.2013: € 1.300
Ab dem 01.12.2013: € 1.500
http://www.zimmermann-heitmann.de/rainer-arnulf/strichelei-mit-herz
"Verdeckter Schmetterling"

Rainer Arnulf
"Verdeckter Schmetterling"
2013
Kaltnadel mit Zinkklischee
Format: 68 x 50 cm
Auflage 25 Exemplare,
handsigniert und nummeriert,
zzgl. 4 E.A. Exemplare + 2 H.C. Exemplare
Subskriptionspreis bis 30.11.2013: € 1.300
Ab dem 01.12.2013: € 1.500
http://www.zimmermann-heitmann.de/rainer-arnulf/verdeckter-schmetterling
 


Arnulf Rainer
Der am 8. Dezember 1929 in Baden bei Wien geborene Arnulf Rainer gilt als Initiator des Informel in Österreich. Als einer der einflussreichsten Künstler der Gegenwart wurde er bekannt durch seine Übermalungen. Mit religiösen Themen, Totenmasken, Darstellungen des zerstörten Hiroshimas, „body poses“ und seinen „face to farces“ Kunstwerken bricht er immerwieder gesellschaftliche Tabus. Arnulf Rainer besuchte zwischen 1940 und 1944 eine nationalpolitische Erziehungsanstalt in Traiskirchen. Zu dieser Zeit malte Rainer noch ohne Figuren und Gesichter. Er verlässt 1944 die Schule und beschließt Künstler zu werden. Kurz darauf entstand nach der Flucht mit dem Fahrrad eine Serie von menschenleeren Landschaftsbildern. Ende der 40iger Jahre begann Arnulf Rainer Figuren und Gesichter zu zeichnen. Ab 1948 beschäftigte er sich mit dem Surrealismus und gründete zu Beginn der 50iger Jahre mit A. Brauer, A. Lehmden, E. Fuchs, W. Hollegha und J. Mikl die sogenannte „Hundsgruppe“, von der er sich 1951 wieder abwendete. In den 50iger Jahren beschäftigte sich Arnulf Rainer mit „Atomisation“, „Mikrostrukturen“, ersten Versuchen in „Blindmalerei“ und „sparsamen Zeichnungen“, der Zentralisation. In dieser Zeit entstanden aus Mangel an Materialien auch erste Übermalungen fremder Bilder.
Übermalungen sollten von nun an ein Hauptthema seiner Werke darstellen. Er schuf Werke der „Reduktion“, bei denen es sich um Schwarzbilder mit Weißrest handelt und arbeitete an einer Proportionsstudie, aus der kaum noch Werke vorhanden sind. Künstler wie V. Vasarely, G. Mathieu und E. Vedova stellten nun Arnulf Rainer ihre Arbeiten zum Übermalen zur Verfügung. Es entstanden Fotoübermalungen, basierend auf Verhaltensweisen Geisteskranker. Auch Finger- und Fußmalerei gehörten zu Techniken Rainers. Eine ganze Reihe überarbeiteter und übermalter „Grimassenphotos“ ,den „face to farces“ entstand. „Face to farces“ sind fotografische Selbstportraits, bei denen er Versuche mit eigener Mimik durchführte. Überarbeitungen dienten hier zum Forcieren des gewünschten Ausdruckes.
Mit dem Medium Film erweiterte er 1972 seine künstlerischen Techniken. Inspiriert durch andere Künstler erstellte Rainer Arnulf 1975 eine Reihe „Kunst über Kunst“ Werke. Überarbeitet wurden Bilder beispielsweise nach da Vinci und van Gogh. Zu religiösen Themen, wie Kreuz- und Christusdarstellungen kehrte er in den 80iger Jahren zurück. In den 90iger Jahren beschäftigte sich Rainer mit Märtyrer- und Katastrophenbildern. Auch Engels- und Kosmosbilder gehörten in dieser Zeit zu seinen Werken. Er begann mit Bibelillustrationen und mit „Blattmalerei“. Der „Blattmalerei“ lagen Abbildungen aus zoologischen und botanischen Büchern aus dem 18. Und 19. Jahrhundert zu Grunde. Mittlerweile fotografiert Rainer nicht ausschließlich der Vorlagen für Übermalungen wegen, sondern macht sie zur eigenständigen Kunst. Er erhielt eine Vielzahl von Preisen und Auszeichnungen, unteranderem den Rhenus Kunstpreis und Österreichischen Staatspreis für Grafik.
Als wichtiger aber nicht unumstrittener Künstler Österreichs machte er sich mit Übermalungen von Portraits und Kreuzigungsszenen einen Namen. Rainer Arnulfs Arbeiten findet man in vielen internationalen Ausstellungen und seit September 2009 gibt es in Baden im Frauenbad bei Wien das Arnulf Rainer Museum mit wechselnden Ausstellungen. Aus unteranderem Graphik, Malerei und Fotographie erschafft Rainer Arnulf vielfältige Werke. Eine oft wiedererkennbare Form in seinen Werken ist die des Kreuzes. Beispiele dafür sind „Kreuz Schwarz Blau“, „Rostkreuz“ und „Himmelskreuz“. Andere bekannte Werke des Künstlers Arnulf Rainer sind Pimpanelle und das Jugendbildnis van Gogh.