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Biographie von A.R. Penck
Biographie von A.R. Penck| P E N C K , A. R. | ||||||||
| (Geburtsname: Ralf Winkler) | ||||||||
| Geboren: 5. Oktober 1939 in Dresden | ||||||||
| (signiert auch mit: Mike Hammer, Tancred Mitchell, Theodor Marx und Y) | ||||||||
| 1945 sah er die brennende Stadt vom Fenster aus, stand auf dem Rasen, ringsum Feuer. | ||||||||
| Er sah weiße Fahnen und Granaten, erlebte die Verwirrung und Katastrophe eines | ||||||||
| Hierarchiezerfalls durch militärische Niederlage. Spielte in Trümmern. Liebe zu dem | ||||||||
| Mädchen mit Schillerlocken aus den Holzhäusern. Im Kindergarten entdeckte er ein Buch | ||||||||
| über Urtiere, Saurier, Säbeltiere, Höhlenbären und Urmenschen, und er fand Dürers Buch Ritter, Tod und Teufel. | ||||||||
| Er war vorübergehend: Schüler, Lehrling, Mitglied von J. P., FDGB, FDJ, SVK, DSF, | ||||||||
| Sportschwimmer, Schachclub Rotation Mitte, Kandidat des VBKD, | ||||||||
| Gruppenratsvorsitzender und Klassenvertrauensmann, Zeitungsträger, Stopfer (Margarinefabrik), Nachtwächter (VEB Madix) und Kleindarsteller (Dok.-Film). | ||||||||
| 1980 wird Penck aus der DDR ausgebürgert, 1982 und 1992 Teilnahme am der Dokumenta in Kassel, seit 1989 Professur an der Kunstakademie Düsseldorf für Grafik. | ||||||||
| Der seit 1981 im Westen lebende Künstler gehört als Vertreter einer gestischen Malerei | ||||||||
| und Grafik zu den bekanntesten Namen der neueren internationalen Kunstszene. Die bis | ||||||||
| zum Strichmännchen reichende Simplizität seines figuralen Repertoires steht in | ||||||||
| auffälligem Kontrast zu einem hohen Grad an Reflexion. Penck setzt sparsame Kürzel, | ||||||||
| abstrakte Zeichen und verstreute figürliche Motive. | ||||||||
| 1988 Retrospektiven in der Nationalgalerie Berlin und im Kunsthaus Zürich. | ||||||||
| 1999 Ausstellung von Bronzeskulpturen in den Museen von Heilbronn, Bremen, | ||||||||
| Recklinghausen und Luxemburg. | ||||||||
| 2003 Weltsicht - Retrospektive im Museum Küppersmühle, Duisburg. | ||||||||
| Literaturauswahl : | ||||||||
| Klaus Gallwitz: A. R. Penck, Mein Denken, Frankfurt 1986 | ||||||||
| Wilfried Dickhoff (Hrsg.): A. R. Penck im Gespräch, Köln 1990 | ||||||||
| Werner Schmidt, Horst Zimmermann: Penck in Dresden - Analyse einer Situation, Dresden | ||||||||
| 1992 | ||||||||
| A. R. Penck - Konfessionen, Bilder 1988 - 1995, hrsg. von Christian K. Scheffel, Bad Homburg 2000 | ||||||||
| Einzelausstellungen seit 1969 u.a. in : | ||||||||
| Köln, München, Krefeld, Antwerpen, Basel, Amsterdam, Karlsruhe, Erlangen, Frankfurt, | ||||||||
| Düsseldorf, Paris, Halifax, Kopenhagen, Wien, Ravensburg, Hamburg, Bern, Eindhoven, | ||||||||
| Mannheim, Berlin, Rotterdam, Leverkusen, New York, Neapel, Mailand, Chicago, London, Dresden, Heilbronn, Bremen, Recklinghausen, Luxemburg, Duisburg, Zürich, Hannover. Arbeiten von A. R. Penck hängen in allen wichtigen Museen mit moderner Kunst in Europa, den USA uns Japan. | ||||||||



