Benjamin Vogels Kunst bewegt sich zwischen Kartographie und Landschaftsmalerei. Der 1971 in Dortmund geborene Künstler macht uns bewusst, dass die vermeintliche „Realität“ ein Konstrukt und somit selbst Fiktion ist. Die Werke Benjamin Vogels, der neben Kunst auch Mathematik studiert hat, zeigen von ihm erfundene Berglandschaften und keineswegs Abbilder „realer“ Alpenmotive. Diesen Landschaften nähert er sich allmählich: Er konstruiert Landkarten, um aus deren Aufsicht anschließend Ansichten zu entwickeln. Diese wiederum sind die Grundlage seiner Gemälde und weiterführender Reise- und Hintergrundberichte. In den detailgenauen Gebirgslandschaften äußert sich ein kritischer Blick: Vogel konfrontiert den Jahrhunderte alten Mythos der Berge als Orte der Erhabenheit mit der aktuellen Realität des bedrohten ökologischen Gleichgewichts der Alpenregion: die Skipisten-Linienführungen der modernen Tourismus-Industrie auf der einen, die fortschreitende Gletscherschmelze auf der anderen Seite |