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Interview mit Ekaterina Moré, Jörg Döring und Volker Kühn

 

 

Auf dieser Seite finden Sie ein Interview mit den renommierten Künstlern Ekaterina Moré, Jörg Döring und Volker Kühn. Sie beantworten Fragen rund um das Thema Kunst und das Leben allgemein – So bekommen Sie einmal Einblicke in die Gedankengänge unserer Artisten……Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim lesen!

 

 

Wann haben Sie beschlossen Künstler zu werden?

 

Jörg Döring:

Ich habe das nicht beschlossen. Ich bin als Künstler auf die Welt gekommen! Es war bestimmt für mich...…Es gilt als großes Glück und Last zugleich, weil ich nichts Anderes sein will und kann und alle sonstigen Fähigkeiten vermeide zu nutzen was mir wiederum hilft mich auf meine Arbeit zu fokussieren und erfolgreich zu sein.

 

 

Ekaterina Moré:

Meine Eltern sind freischaffende Künstler, mein Urgroßvater und mein Grosvater studierten an der Repin Kunstakademie in St. Petersburg, da blieb mir wohl nichts anderes übrig ;-)

 

 

Volker Kühn:
Ich wollte erst gar kein Künstler werden - Stets war ich bemüht später als Architekt  zu arbeiten. Bei einem Ausflug in das Künstlerdorf Worpswede lernte ich dort aber faszinierende Artisten kennen und war begeistert. So schwenkte ich von der Statikvorlesung (Langweilig) zur Bildhauerei.

 

 

 

Was fasziniert Sie an der Kunst?

 

Jörg Döring:

Sich permanent in einem selbst geschaffenen Freiraum bewegen zu können und innerhalb dessen die Grenzen der Denkmodelle selbst zu definieren. Keine Gesetze akzeptieren, keine roten Ampeln beachten, keine Tempolimits einhalten zu müssen. 

 

 

Ekaterina Moré:

Kunst gibt Menschen die Möglichkeit sich selbst und die Welt um sich herum ganz neu zu entdecken und sich von Gefühlen leiten zu lassen, was in heutigen kopfgesteuerten Zeiten ganz wichtig ist. Mir als Künstlerin gibt die Kunst eine wunderbare Möglichkeit sich selbst zu erkennen und andere Menschen in meine Gefühlswelt einzubeziehen.

 

 

Volker Kühn:
Für mich ist Kunst das Spiel mit kreativen Mitteln – Das begeistert mich!

 

 

 

Wann haben Sie Ihr erstes Bild verkauft und an wen?

 

Jörg Döring:

An meinen Onkel aus Amerika. Ich war 4 und habe einen Keks dafür bekommen. 

 

 

Ekaterina Moré:

Es war vor ca. 6 Jahren, die guten Bekannten waren von einem gerade entstandenen Bild ganz fasziniert und wollten es unbedingt haben

 

 

Volker Kühn:
Das war 1968 an der Hochschule in Bremen – Eine Professorin für Mode wollte unbedingt ein Bild von mir kaufen! 

 

 

 

Welcher Künstler beeindruckt bzw. beeindruckte Sie am meisten?

 

Jörg Döring:

Künstler beeindrucken mich nicht, sondern erschweren mir die Arbeit mit jedem geschaffenen Werk, weil das Sujet nicht mehr von mir genutzt werden kann, wenn es bereits besetzt wurde. Je großartiger das Kunstwerk umso schwieriger ist die selbst gestellte Aufgabe Besseres  schaffen zu müssen.

 

 

Ekaterina Moré:

Ich kann leider keinen bestimmten Künstler nennen, der mich am meisten beeindruckte. Es gibt viele bekannte und weniger bekannte Künstler, die meine Arbeit sicherlich beeinflusst haben und mich weiterhin inspirieren. Die Liste wäre einfach zu lang ;-)

 

 

Volker Kühn:
Es gibt viele Maler, die mich auf die ganz unterschiedlichste Weise inspiriert haben. So bin ich begeistert von Pablo Picasso, Gerhard Richter, David Hockney oder Henry Matisse. 

 

 

 

Was ist für Sie Kunst?

 

Jörg Döring:

Jeden Tag bei null zu beginnen und abends als Sieger aus dem Atelier zu gehen. 

 

 

Ekaterina Moré:

Kunst ist für mich eine Welt, in der in Rätseln gesprochen wird. Und auf alle diesen Rätseln hat jeder eine eigene Antwort, es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Manchmal ist es auch wichtig keine Antwort zu suchen, sondern einfach versuchen die Botschaft zu empfangen.

 

 

Volker Kühn:
Wie gesagt – Kunst ist Kreativität. Henry Matisse hat einmal gesagt „Man ist so lange ein Kind, wie man kreativ ist!“ Das kann ich voll bestätigen!

 

 

 

Was würden Sie ändern, wenn Sie 1 Tag Bildungsminister wären?

 

Jörg Döring:

Sofort erlassen, dass Lehrer nach Erfolg bezahlt werden.

 

 

Ekaterina Moré:

Bloß nicht, jeder soll das tun, was er am besten kann ;-)

 

 

Volker Kühn:
Ich würde den Bereich Kunst verstärkt in die Bildung einbeziehen.

 

 

 

Welchen Künstler würden Sie gerne einmal treffen?

 

Jörg Döring:

Ich würde mich gerne mal selber treffen, um festzustellen wie ich wahrgenommen werde und ob meine Theorien über Kunst als interessant empfunden werden, bzw. was ich tun kann um eine noch interessantere Künstlerpersönlichkeit als bisher zu entwickeln.

 

 

Ekaterina Moré:

Die Künstler sind ein etwas kompliziertes Volk vor allem unter ein anderer. Kein Künstler lässt sich gerne in die Karten gucken.

 

 

Volker Kühn:
Definitiv mit Gerhard Richter, weil dieser vieles für die Deutsche Kunst im Ausland getan hat.

 

 

Wo geht Ihre persönliche künstlerische Reise hin?

 

Jörg Döring:

Nach Eudaimonia, den Gipfel der Glückseligkeit. 

 

 

Ekaterina Moré:

Genau ist das das Spannendste, das man als Künstler keine Ahnung hat wohin es geht… Ich sehe nur unheimlich viele Wege und Möglichkeiten, habe unzählige Pläne und Projekte, aber genauen Weg kann ich nicht voraussehen…

 

 

Volker Kühn:

Reise ist gut – Man(n) weiß nie, wo man als nächstes ankommt – Selbst ich nicht :o)

 

 

 

Was war Ihr lustigstes Erlebnis im Bereich Kunst?

 

Jörg Döring:

Das Portrait, welches meine Tochter mit 3 Jahren von mir malte.

 

 

Ekaterina Moré:

Eins der lustigen Erlebnisse war ein Porträt von einer Frau, den ich im Auftrag vor einigen Jahren gemalt habe. Auf dem Bild war es auf einer Hand 6 Finger. Und es ist ziemlich lange keinem aufgefallen ;-)

 

 

Volker Kühn:

Ein Artikel in der Londoner Times in dem stand: „Volker Kühn is a humerous Artist, but he is a German!“ Ich hatte auch viele positive Begegnungen mit Juden aus New York, bei denen ich besonders Ihrem Humor mag, wie z.B. den von Billy Wilder!

 

 

 

Welche Klischeevorstellungen glauben Sie als Künstler, haben Künstler oft von sich selbst?

Jörg Döring:

Ich habe keine Klischeevorstellungen für nichts und niemanden. Als Vorstellung jedoch haben alle Künstler die Überzeugung, dass Sie alle gute Kunst machen.

 

 

Ekaterina Moré:

Im bemühe mich nicht in Klischees zu denken und eigenen Weg zu gehen ohne lange nachzudenken wie es die anderen Künstler tun. Daher ist es schwierig für mich nachzuvollziehen, welche Klischeevorstellungen die anderen haben.

 

 

Volker Kühn:

Das sie Eigenbrödler und weltfremd sind! Wer dieses Vorurteil hat, kann mich gerne in Bremen besuchen kommen!

 

 


Welche  Klischeevorstellungen glauben Sie als Künstler, haben Künstler oft von Galeristen?

 

Jörg Döring:

S.o. keine Klischees. Aber als Vorstellung, dass Sie alle gute Kunst machen und der Galerist nicht verkaufen kann, wenn nichts verkauft wird, oder die Kunst so gut ist, dass Sie trotz des Galeristen der schlecht verkaufen kann, gut verkauft wird.

 

 

Ekaterina Moré:

Vielleicht, dass viele Galerien versuchen die Künstler von der Welt abzugrenzen und so weit wie möglich von Kunden zu halten. Obwohl genau das Gegenteil eigentlicher Schritt nach Vorne ist. Heutige Zeiten sind deutlich offener geworden und mit Vertrauen und gemeinsamen Bemühungen kann man sicherlich deutlich mehr erreichen…

 

 

Volker Kühn:

Das sie hochnäsig und arrogant sind – Das kann ich nun gar nicht bestätigen!

 

 

 

Wie hat das Internet die Kunst beeinflusst?

 

Jörg Döring:

Gar nicht. Weder positiv noch negativ. Kunst selber kann nicht, und das ist ein wunderbarer Zug am Wesen der Kunst, über ein vermittelndes Medium wahrgenommen werden. Insofern kann nichts Einfluss nehmen auch das wunderbare Internet nicht... 

 

 

Ekaterina Moré:

Der Kunstmarkt ist deutlich übersichtlicher geworden, man kann sich sehr gut informieren. Die Kunden haben die Möglichkeit die Arbeit eines Künstlers sehr intensiv zu erleben, an seinen Ausstellungen, Events und Projekten teil zu nehmen. Es gibt allerdings für den Künstler auch große Nachteile dieser Übersichtlichkeit– die Kunstwerke werden oft nachgemalt und über Internet verkauft.

 

 

Volker Kühn:

Das Internet wird die Kunst weiter in das alltägliche Leben einbringen, weil die Hemmschwelle fällt. Die Leute orientieren sich erst bei preisgünstigen Anbietern und mit der Zeit steigen dann deren Ansprüche und sie wenden sich an Galerien, wie Zimmermann & Heitmann, wo sie dann auch kompetent beraten werden. Die Künstler werden auch zukünftig die Galerien als Vertriebsweg brauchen!

 

 

 

Wie sehen Sie die Zukunft der Kunst?

 

Jörg Döring:

Genauso wie die Vergangenheit der Kunst. Absolut existenziell entscheidend als eine der Grundlagen den täglichen Überlebenskampf als Sieger zu beenden. Ohne die Malerei in den Höhlen von Lascaux gäbe es keine Mondlandung und kein Hollywood. 

 

 

Ekaterina Moré:

Je technischer und rationaler die Welt wird, desto wichtiger wird Kunst für die Gesellschaft sein. Man braucht die Kunst als Ausgleich, als die Möglichkeit ins innere Ich zu schauen oder seine Gefühle anderen Menschen mitzuteilen.

 

 

Volker Kühn:

In meinen Augen wird die Kunst schnelllebiger und nicht mehr so nachhaltig wie in der Vergangenheit! Trends kommen und gehen…..Klassiker bleiben!

 

 

 

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Homepage von Jörg Döring - http://www.joerg-doering.de/